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 TENERIFFA FORUM
zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

19.07.2006 17:34
RE: Urlaubsglück auch ohne Traumstrand antworten

Urlaubsglück auch ohne Traumstrand

Teneriffa ist besonders bei Urlaubern beliebt, die auf endlose Liegestuhlreihen und heiße Diskonächte verzichten können. Und doch bietet die größte der sieben Kanarischen Inseln für jeden etwas: Dazu gehört der typische Strandurlaub im sonnigeren Südwesten mit seinen modernen Ferienzentren Playa de Las Américas und Los Cristianos. Im fruchtbareren und grünen Norden, wo öfter mal Regenwolken hängen, locken dagegen das Orotava-Tal, das Touristenstädtchen Puerto de la Cruz und die Hauptstadt Santa Cruz.


Angesichts der scheinbar unkontrolliert wachsenden Hotelbetonklötze in Puerto de la Cruz rümpfte früher mancher die Nase. Heute ist das älteste Urlauberzentrum der Insel wieder gefragt, auch bei früheren Kritikern. Schmucke Appartmenthäuser gibt es hier, Villen und flachere Hotelanlagen mit üppigen Gärten, in denen blühende Hibiskus- und Oleanderbüsche gedeihen. Königs- und Kokospalmen wachsen an den Hängen um das Zentrum. Altstadt und Hafenpromenade sind zum großen Teil saniert. Flanieren, Shoppen, Straßenfeste, Konzerte, Wanderung, botanischer Garten, Tierpark und Meeresbäder des Künstlers und Architekten César Manrique - für Abwechslung ist gesorgt.

Die meisten Urlauber im Norden lockt auch ein Ausflug in die nahe Universitätsstadt La Laguna, deren hi-storisches Stadtzentrum mit alten Kirchen und Herrenhäusern 1999 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Und wer mag, der fährt abends mit Mietauto oder Bus nach Santa Cruz, wo das mächtige, futuristisch konzipierte Auditorio de Teneriffe am Meer mit Konzerten, Oper, Jazz und Ballett Einheimische und Touristen fasziniert. - Die preiswerten Buslinien steuern zuverlässig auch das kleinste Dorf der Insel an.
Zwar sind viele der älteren Hotels im Vier- und Drei-Sterne-Bereich in Puerto de la Cruz keine architektonischen Meisterleistungen.
Nicht selten bieten sie jedoch einen Swimmingpool auf dem Dach oder zumin-dest eine Bar und Liegestühle. Der Blick von dort oben ist immer ungewöhnlich: In der Ferne sieht man das dunkle Bergmassiv aus Lava-Gestein, bis weit in das Frühjahr hinein sogar mit Schneeresten auf dem Gipfel. Der erloschene Vulkan Pico del Teide ist 3.718 Meter hoch. Damit kann auch kein Berg auf dem spanischen Festland konkurrieren. An sanften Hängen in Stadtnähe schimmert viel Grün.

Nun den Kopf ein bißchen wenden - wenige hundert Meter entfernt schwappt der Atlantik in vielen Blau- und Dunkeltönen. Im schwarzen Lavasand sind Sonnenschirme und Urlauber zu erkennen. Daneben macht das Auge hellblaue Seen in geschwungener Form aus.
Auch Wasserfontänen, weiße Felsen, knorrige Stümpfe, eine größere Steinskulptur, Palmen und viel Grün sind zu sehen. Die großen von César Manrique gestalteten Meerwasser-Schwimmbecken liegen direkt am Atlantik. Unter Wasserfontänen spielen hier prustend junge und alte Besucher.

Unterdessen erklärt an einer der Bars im Meerwasser-Park eine Mitfünfzigerin aus London einem Bier trinkenden Urlauber aus München, warum sie diese Schöpfung von Señor Manrique so mag: „Hier habe ich nie Sand im Po, muß nicht mit Brandung und Salzwasser im Mund kämpfen.“ Das frisch gezapfte einheimische Bier - 0,2 Liter für 1,25 Euro - läuft eiskalt in die durstige Kehle. Der kleine Kaffee kostet 90 Cent. „Über die Preise hat sich bei uns noch niemand beschwert - und über den Blick hier auch nicht“, sagt schmunzelnd Barmann Gerardo. Vom Sommer 2006 an erstrahlt der im Frühjahr noch durch Bauzäune und Planen versperrte restliche Teil des Manrique-Seenparks in neuem Glanz. Auch die Uferpromenade mit vielen Pavillons, Restaurants und Cafés wurde modernisiert.

Für den, der prüft und nicht überstürzt wählt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis auf Teneriffa fair. Das gilt auch für einige Edel-Restaurants in Puerto de la Cruz und Santa Cruz mit spanischer, italienischer oder französischer Küche. Zur gastronomischen Vielfalt zählen auch einige Gaststätten mit deutschem Bratwurst-Flair und britischem Pub-Ambiente.
In vielen Restaurants spricht auch die Mehrheit der Gäste fliessend spanisch. Zahlreiche Jobs in der Touristenbranche werden von Leuten aus Barcelona oder Madrid ausgeübt.

Im beschaulichen Inselnorden fühlen sich solche Gäste besonders wohl, die ihre jüngsten Jahre hinter sich haben. In dieser Region sei der Urlauber im Schnitt fast 43 Jahre alt und bleibt 9,35 Tage, so María José Espinosa, die für Teneriffas Tourismusbehörde arbeitet.
„Die Urlauber hier wandern gern, gehen auch ins Museum und machen fast alle auch Ausflüge, vor allem in den Parque Nacional del Teide.“ Bei deutschen Urlaubern ist die Insel nach wie vor beliebt.
Die Tendenz sei im ersten Quartal 2006 steigend, sagt Spaniens Tourismusdirektor Horacio Díaz del Barco in Frankfurt/Main. Kein Wunder - während es zwischen Flensburg und Bad Reichenhall von Dezember bis März ungewöhnlich frostig war, aalten sich Teneriffa-Urlauber meist in der Sonne. Zu den Vorzügen der Insel zählt das Klima des „ewigen Frühlings“ mit Temperaturen zwischen 18 bis 25 Grad - das ganze Jahr über.

Spektakulär ist der Loro Parque, ein weiträumiger Tier- und Vergnügungspark am Rande von Puerto de la Cruz - mit Papageien, Gorillas und Pinguinen. Als „Weltsensation“ wurde im März die neue „Orca Ocean“-Anlage mit vier aus den USA importierten Schwertwalen gefeiert. Vom Zentrum von Puerto de la Cruz fährt kostenlos eine bereifte Bimmelbahn entlang der Küstenstraße zum Loro Park.

Sternengucker sollten das Observatorium von Izaña besuchen. Es liegt 2.400 Meter hoch. Teleskope und Instrumente gehören Instituten aus vielen Ländern. Der Standort ist sehr attraktiv - die Kanarischen Inseln gehören zu den Regionen der Welt, in denen die Lichtverhältnisse am wenigsten „verschmutzt“ und die Einblicke in die Sternenwelt besonders lohnend sind. Schulklassen und Touristen können nach Vor-anmeldung die Observatorien besuchen, die hellweiß in der Bergwelt schimmern.

Die Badebuchten und hellen Strände mit oft aufgeschüttetem Sand liegen meist im Süden. Aber es gibt eine große Ausnahme: Für die künstlich angelegte Playa de las Teresitas östlich der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife wurde feinster Puderzucker-Staub sogar aus der Sahara herbeitransportiert. Und wer die Hauptstadt besucht, sollte einen Bummel nicht versäumen, zum Beispiel an der Plaza de España mit vielen Straßencafés und Blick auf die Kreuzfahrtschiffe im Hafen.

Ein Spaziergang von der Plaza an Passagier- und Containerhafen vorbei zum Auditorio de Teneriffe dauert 20 Minuten. Die spektakuläre Konzert- und Kongreßhalle wurde im Jahr 2003 eröffnet. Das imposante Bauwerk erinnert, je nach persönlicher Interpretation und Blickwinkel, an ein helles Riesensegel im Wind, an ein monströses Auge oder einen Flügel.
Bernd Kubisch, dpa

http://www.teneriffa-nachrichten.com/cms...at=4&idart=1260

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