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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 1.083 mal aufgerufen
 Flora Canarias - Pflanzenwelt der Kanaren, Natur & Umweltschutz
zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2006 10:44
RE: Kiffen statt Champagner saufen Antworten

Bin heute früh beim Zeitung-Lesen wieder mal über den Valle-Boten gestolpert, und hab diesen köstlichen Artikel gefunden. Schaut euch die Zeitung mal an, gibt noch mehr davon Link ist unten

Mitmachen! Den Planeten retten!

Kiffen statt Champagner saufen

Nach der Ego-Gesellschaft ein neues Wir-Gefühl: Wenn alle mitmachen, kann die Wirkung enorm sein. Der neuen Bewegung geht es um die nüchterne Einschätzung unseres täglichen Tuns” schreibt der “STERN”. Schluss mit dem Gefühl der Machtlosigkeit! Jeder Einzelne kann mit Kleinigkeiten Großes bewirken und so unseren Planeten lebenswerter gestalten. In England machen das schon Hundert-tausende - jetzt sind wir dran”. Und da machen wir natürlich alle begeistert mit, denn wenn es um die Ökologie geht, dann simmer dabei!
“Wenn Millionen Deutsche Millionen Liter Bio-Milch kaufen würden, könnte viel Regenwald in Brasilien gerettet werden. Warum? Brasilien hat in den vergangenen fünf Jahren seine Sojaproduktion verdoppelt... Dieses Soja wird vor allem als Viehfutter nach Europa exportiert... Der Kauf von Bio-Milch verringert die Nachfrage nach Soja - und damit den Anreiz für brasilianische Bauern, noch mehr Regenwald zu roden”.

Das leuchtet uns ein. Und darum schließen wir ab sofort den Wasserhahn, wenn wir uns die Zähne putzen. Wir kaufen nur noch Bio-Gemüse bei Jose-Manuel auf der Bio-Finca. Wir tragen artig unser Jutesäckchen zum Kaufmann, und wir beherzigen all die anderen 55 Tipps für eine bessere Welt, wie sie der Londoner Journalist Leo Hickman bereits vor Jahren in einem Aufsehen erregenden Selbstversuch praktizierte.

1,7 Milliarden Menschen auf der Welt treffen täglich Konsumentscheidungen, die das Leben unseres ganzen Planeten maßgeblich beeinflussen. Jeder Einzelne bewirkt dabei wenig. Aber wenn man weiß, dass für die Herstellung eines einzigen Glases konzentrierten Orangensafts 22 Gläser Brauchwasser, 1/10 Glas Rohöl, Konservierung, Verpackung und Transport verbraucht werden, dann presst sich der umweltbewusste Gomerianer seinen O-Saft selber aus und wenn das alle täten...

Aber wir wären nicht der Valle-Bote, wenn wir uns nur so einfach stumpf an eine gute Idee anhängen würden. Nein. Wir tragen die Idee weiter und vervollständigen sie noch durch neue, eigene Ideen, damit das, mit der Rettung des Planeten, möglichst noch ein wenig schneller passiert. Schon mit Krombacher haben wir ja alle tüchtig Regenwald in Afrika gerettet und seit wir wissen, dass Nike und Adidas ihre Turnschuhe von unterernährten Kindern in Indonesien fertigen lassen, laufen wir (wie Gerry) nur noch barfuss. Doch damit nicht genug:

“Kiffen statt Champagner saufen” heißt heute unser ökologischer Aufruf für eine bessere Welt. Und warum das so ist, das können wir in 10 Punkten auch ganz leicht begründen:

1. Wer verdient sich denn am Champagner die goldene Nase? Die adeligen Weinbergbesitzer, die sich pausenlos den Kopf darüber zerbrechen, ob sie zur Fürstenhochzeit in Monaco denn nun mit dem Rolls Royce, oder vielleicht doch lieber mit dem neuen Aston Martin vorfahren sollen.

Mohammed Ali im marokkanischen Kif-Gebirge reitet auf dem Esel zur Hochzeit seiner Tochter, was sehr viel ökologischer ist.

2. Französische Feinschmecker fressen zum Champagner auch noch Schnecken und Froschschenkel und Kaviar ohne Ende und rotten damit jede Menge gefährdeter Tierarten aus.

Mohammed Ali frisst jeden Tag nur Couscous mit Bohnen aus dem Garten.

3. Wen subventioniert die EU für den Anbau von Weinen, aus denen dann der Champagner gemacht wird, auch noch mit unseren Steuergeldern? Die fetten Franzosen.

Mohammed Ali machen sie mit öffentlichen Mitteln allenfalls Feuer unter dem Dingens, wenn sie ihn kriegen. Und auswandern lassen sie ihn auch nicht. Soll er doch mit seiner Nuss-schale vor den Kanaren absaufen.

4. Wer vermarktet das kostspielige Gesöff aus den hoch subventionierten französischen Anbaugebieten? Heuschreckenkonzerne, deren Aktionäre auf dem dicken Hintern sitzen und mit jeder Pulle reicher und immer reicher werden.

Der kleine “Camello” läuft sich die Hacken ab und kriegt trotzdem kaum ein Bein an den Boden. Da ist es doch wohl keine Frage, wen wir da durch unseren Konsum unterstützen.

5. Francois, der gewerrkschaftlich organisierte Aufseher der gräflichen Liegenschaften, fährt mit dickem Geländewagen in die Weinberge.

Mohammed Ali läuft zu Fuß um den Esel zu schonen. Außerdem schmeißt der auch niemals Atombomben zu Versuchszwecken auf idyllische Eilande im Westpazifik.

6. Mohammed Ali hat 4 Frauen und 32 Kinder zu ernähren. Francois hat nur eine einzige Frau und hält sich höchstens noch eine Geliebte in Paris.

Und dann wird der arme Mohammed Ali auch noch obendrein von doofen dänischen Provinzblättern verarscht.

7. Champagner wird in den teuersten Läden der Innenstädte verkauft, wo die feisten Einzelhändler den bettelnden Penner vor ihrer Tür von der Polizei entfernen lassen. Unser armer “Camello” schleicht sich im dünnen Jöppchen ängstlich durch dunkle Gassen um sein Harz-IV-Einkommen ein wenig aufzubessern.

8. Wenn der Sprit teurer wird oder die Pensionen gekürzt werden sollen, dann schmeißt sich Francois gleich auf seinen Trecker und blockiert die ganze Autobahn bis nach Spanien.

Mohammed Ali hat gar keinen Trecker, und er weiß auch gar nicht, was “Pensionen” sind.

9. Auf den Weinbergen verspritzt Francois alles, was die Chemische Industrie gegen Insekten und Unkraut so zusammenrührt.

Mohammed Alis Hasch ist Bio pur (solange man da keinen schädlichen Tabak drunter mischt, versteht sich!).

10. Während der Alkoholismus allenthalben grassiert wie die Schweinepest damals bei Bauer Rübsam, ist am Kiffen bis heute noch keiner gestorben. (Jedenfalls keiner, den wir kennen).


http://www.valle-bote.com

Gran Canaria Forum Offline




Beiträge: 21.836

05.08.2006 13:06
#2 RE: Kiffen statt Champagner saufen Antworten

Klasse

Franco77 Offline




Beiträge: 1.471

05.08.2006 16:33
#3 RE: Kiffen statt Champagner saufen Antworten

JETZT bist Du auf dem richtigen Weg, Jutta!

Ließ mehr Valle-Bote und Du erfährst, was TATSÄCHLICH Sache ist.

Was visuelles dazu?
Hausgemacht?
Warum nicht?
Hier >>>>>>>






Das Foto ist von Anfang Juni.
Die Dinger sind jetzt schon fast einen halben Meter hoch - ich meine natürlich nicht das Unkraut (Koriander, längst geerntet!) drumrum sondern die Prinzessin in der Mitte



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