Die Frage kann man nicht direkt beantworten. 1. In Spanien verschiedene Polizeiorganisationen gibt: Die Nationalpolizei mit Guardia Civil, Polizeitruppen der autonomen Regionen und die Polizei der Kommunen. 2. Die Zuständigkeiten, die in Spanien unter "Policia" laufensind viel grösser als in Deutschland. Viele Aufgaben, die in Deutschland z.B. von Ordnungsämtern, Gewerbeämtern oder der Bauaufsicht wahrgenommen werden, liegen hier in der Zuständigkeit der "Policia".
Grundsätzlich liegen die Polizeigehälter etwa so wie in Deutschland. Hinzu kommen viele soziale Vergünstigungen, die der Normalverdiener nicht hat. Die Stellen gelten als privilegiert und extrem begehrt. Oft kommen deshalb auf eine Stelle mehrere hundert Bewerber.
Die Korruption ist z.B. laut Transparency International unauffällig und etwa auf deutschem Niveau. Die spanischen Beamten haben aber einen sehr grossen Ermessensspielraum. Und der wird bei bestehenden familären oder freundschaftlichem im Kleinen sicher auch ausgenutzt. Und ein Ausländer mit "grosser Klappe" wird sicher auch mal lieber abkassiert, als der Nachbar. Ansonsten gibt es bei höheren Chargen die gleichen Phänomene in ähnlichem Umfang und Richtung, wie aus DE gewohnt.
Ein Bestechungsangebot an einen Streifenbeamten düfte aber eher als Ehrverletzung aufgefasst werden. Besonders bei der Guardia würde ich da grösste Zurückhaltung empfehlen.
ZitatGepostet von Kai30GC... Wenn diese Stellen so umworben sind, wird sich der Polizist zweimal überlegen ob er mit Korruption sein Gehalt aufbessert...
So ist es und umso mehr seitdem es spezielle Antikorruptionsstaatsanwälte gibt, die ziemlich efektiv sind und rigoros durchgreifen. Wo in Deutschland noch disziplinäre Wattebäuschchen geworfen werden, da sitzt man hier schon im Knast.
Aus den Verwahrhöfen verschwinden reihenweise beschlagnahmte Luxuskarossen, es gibt Baugenehmigungen sogar für Sonntags bis abends 20 Uhr in direkter Nachbarschaft eines Krankenhauses.....wenn man sich beschwert heißt das nur das hat alles seine Ordnung! Am Flughafen werden afrikanische Einreisende abgezockt usw... Wie ist das möglich das ein kleiner Beamter der Policia Lokale einen Ferarri fährt und laut eigener Aussage das Teil bar bezahlt hat und keinen seiner Kollegen stört sich daran? Oder frag mal den Charlie was die gerade mit ihm anstellen, nur weil ein Einheimischer gerade Konkurenzangst hat...
Der Bürgermeister von Mogan spendet mal kurz ein paar Streifenwagen und Motorräder, angeblich aus privater Kasse, und schon liegt sein Fall auf Eis....???
Aber alles ohne Korruption....
Leute träumt weiter... In vielen Ländern beeinflußt die Mafia die Regierung, in Spanien und Italien ist sie es...
Klar als Ausländer haste so deine Probleme wenn du sowas probieren solltest...
Letzt hab ich im itlienischen Fernsehen von einem den sie erwischt haben ne Frage gehört mit der er einem Journalisten antwortete: "Für was arbeitet ein Anwalt? Für Geld! und nicht um zu sterben, oder?" das sagt doch alles...
[ Editiert von suegra am 16.12.09 9:05 ]
Liebe, Freundschaft und Zuneigung zu Tieren ist nie vergebens, zu Menschen schon .....:ups:
@Suegra, Colon ist sicher auch bewusst, dass es genug Korruption gibt. Niemand kennt alle Fälle oder genaue Zahlen.
Ich will sehr vorsichtig mit diesem Thema umgehen.
Glücksspiel, Pokern usw. sind außerhalb geeigneter Orte verboten. Aus einer sehr sicheren Quelle habe ich erfahren, dass Polizisten regelmäßig Geld abholen kommen. (Hinterzimmer)
Ganz wird man die Korruption nicht abstellen können. Dafür sind Gier und Neid einfach zu groß in unserer Gesellschaft.
Man selbst kann sich da manchmal auch nicht von frei machen.
Dies schreibt Joschi grad in den Nachrichten. Passt ja zum Thema
• Bei der politischen Korruption nehmen die Kanaren unter allen spanischen Regionen den Spitzenplatz ein. Derzeit wird in Spanien gegen 800 Politiker, Beamte und Unternehmer ermittelt. Über die Hälfte der Korruptionsfälle entfallen auf die Regionen Canarias, Madrid und Andalusien. Alleine auf den Kanaren wird gegen 64 ranghohe Politiker ermittelt, hinzu kommen noch zahlreiche Verfahren gegen Beamte und Unternehmer. Meist geht es um Schmiergelder bei der Vergabe öffentlicher Aufträge von insgesamt über 147 Millionen Euro.