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Dieses Thema hat 38 Antworten
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 Flora Canarias - Pflanzenwelt der Kanaren, Natur & Umweltschutz
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joschy ( gelöscht )
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09.02.2006 17:48
RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Von Sun Radio:


In der Gemeinderegierung von Maspalomas hat man sich gestern auf verschiedene Umweltschutz-Massnahmen geeinigt: ab Anfang April z.B. tritt der neue Umweltplan für die Dünen von Maspalomas in kraft, gestartet wird dieses Projekt mit einer grossen Aufräumaktion. Die Gemeinde will sich in Zukunft mehr um die Einhaltung der Umweltschutzbestimmungen in den Dünen von Maspalomas engagieren, mehr Müllcontainer und mehr Strandreiniger werden bereitgestellt.
Aber auch an anderen Strandabschnitten will man für mehr Sauberkeit sorgen, so soll z.B. der Strand von Juncalillo eingezäunt und so die Zufahrt mit dem Auto zu verhindern. Juncalillo, ein Küstenabschnitt in der Nähe von Castillo de Romeral, gilt als sensibles Naturschutzgebiet - für viele Canarios ist es ein beliebtes Ausflugsziel, und einer der letzten Plätze, wo man mit dem Auto bis direkt ans Meer fahren kann.

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2006 14:56
#2 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Gran Canaria wird zum Weltreservat der Biosphäre

Die Insel Gran Canaria wurde vergangenen Juni zum Weltreservat der Biosphäre deklariert. Nach dieser Deklaration ist die Insel Gran Canaria nunmehr ein Teil des Netzes, das sich derzeitig aus 482 Reservaten in 102 Ländern zusammensetzt. Das Programm ist von der UNESCO mit dem Ziel geschaffen worden, die Natur zu erhalten und die sozialwirtschaftliche Entwicklung der lokalen Ortschaften anzutreiben.

Das weltweite Netz der Reservate der Biosphäre, dem Gran Canaria von nun an ebenfalls angeschlossen ist, konzentriert seine Ziele auf die rationelle Verwaltung der natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig unterstützt das Reservat der Biosphäre die Forschung und den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern, um die biologische Vielfalt auf internationaler Ebene zu erhalten.
Die Deklarierung eines Teils der Insel Gran Canaria zum Reservat der Biosphäre bringt ein auf die Umwelt bezogenes Gütesiegel mit sich, das gleichzeitig für Prestige und eine nach außen hin gerichtete Projektion spricht: Diese Elemente zeigen sich heute als vorrangig in einer Wirtschaft, die einen Teil ihrer Grundlage im Tourismus findet. Zudem repräsentiert sie wichtige Vorteile für die Einwohner des Gebietes, da die Möglichkeit besteht, neue sozialwirtschaftliche Entwicklungsprojekte anzugehen und den Erhalt von Ressourcen zu erleichtern.

Die Deklarierung zum Reservat der Biosphäre kommt keinem höheren Schutzgrad gleich, als dem, den das Umfeld im Rahmen der gültigen Rechtsprechung hat, und ermöglicht es, den Umweltschutz mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Einklang zu bringen. Zu den Zielen zählt die Stimulierung und Förderung von neuen wirtschaftlichen Aktivitäten. Auf der anderen Seite stellt die UNESCO einige Kriterien auf, über die man die Deklarierung zum Reservat der Biosphäre erreicht. Das Gebiet muss über ein Mosaik aus ökologischen und anthropogischen Systemen verfügen und Konservierungsmittel dieser biologischen Vielfalt aufweisen. Zudem wird das geografische Gebiet in Kernzonen aufgeteilt, die kaum gestörte Ökosysteme unter gesetzlichen Schutz umfassen. Die Pufferzone umhüllt und schützt die Kernzone, und die äußeren Übergangszonen sind Stellen, an denen Modelle gefördert werden, die Ressourcen sinnvoll verwalten sollen. Diese Parameter verfolgen die Schaffung eines Verwaltungsplans zur Nutzung der Ressourcen und der menschlichen Aktivitäten in seiner Rolle als Reservat der Biosphäre. Gleichzeitig werden zu seinem Schutz Programme für Forschungsarbeiten, umweltbedingten Erziehung und zur Anwendung von Methoden der nachhaltigen Entwicklung ausgearbeitet. Die landschaftlichen Werte von Gran Canaria werden verwaltungstechnisch im Netz der natürlichen Gegenden festgelegt.

Basierend auf den Kriterien ökologischer Bedeutung und territorialer Kontinuität schlägt die Regierung von Gran Canaria über den Rat für Umwelt und Gewässer, der dem Inselrat José Jiménez Suárez vorsteht, eine territoriale Auswahl entsprechend der vom internationalen Programm Der Mensch und die Biosphäre (MaB) aufgestellten Gebietsaufteilung vor. Die vorgeschlagenen Gebiete repräsentieren am besten die biologische Vielfalt der Insel. Was man mit der Deklarierung zum Reservat der Biosphäre erreichen möchte, ist eine internationale Anerkennung der umweltbedingten Merkmale.

Gebietsaufteilung:

In Hinblick auf die Gebietsaufteilung, geht es zum einen um die Kernzonen, die sich aus dem Integralen Naturreservat Inagua in den Gemeinden Tejeda, Mogán und San Nicolás de Tolentino, dem Sonderreservat Güi-Güi in der Gemeinde San Nicolás de Tolentino, dem Naturpark Tamadaba in den Gemeinden Agaete, Artenara und San Nicolás de Tolentino, dem Naturpark Pilancones in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana und dem Naturmonument Risco de Tirajana in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana zusammen setzen.

Die Pufferzonen setzen sich aus dem Landpark Nublo zwischen den Gemeinden Artenara, San Nicolás de Tolentino, Tejeda, Vega de San Mateo, Mogán und San Bartolomé de Tirajana, dem Naturmonument Roque Nublo in der Gemeinde Tejeda, dem Naturmonument Tauro in der Gemeinde Mogán und dem Ort von Gemeinschaftsinteresse Amurga zusammen. Gleichzeitig beherbergen die Übergangszonen ein Gebiet, das sich aus dem Naturschutzgebiet Las Cumbres zwischen den Gemeinden Gáldar, Santa María de Guía, Moya, Valleseco und Vega de San Mateo sowie einem Einzugsgebiet entlang des Naturparks Pilancones und einem Seegebiet entlang des westlichen Küstenstreifens zwischen dem Strand von Mogán und dem Strand La Aldea zusammensetzt.

In Hinblick auf die von MaB gestellte Anforderung der Erhaltung, verfügt die Insel Gran Canaria über das Gesetz für Naturzonen der Kanarischen Inseln, um den Schutz und die Erhaltung der vorgeschlagenen Gebiete zu bewahren, was wiederum mit weiteren gesetzlichen Rahmen staatlicher Merkmale vervollständigt wird. In diesen Gebieten werden zudem die Programme für Gemeinschaftsentwicklung Leader umgesetzt, um dort die Modalitäten für den Gebrauch von natürlichen Ressourcen zu begünstigen, die mit der Erhaltung kompatibel sind und erweitert werden könnten, da sie an das Internationale Netz von Reservaten der Biosphäre angeschlossen sind.

Quelle: Spanisches Fremdenverkehrsamt / pairola-media (Erika Winterfeld)


Hier noch ein Artikel der UNESCO, der etwas beschreibt, was das für die Praxis heisst:

Aufgaben der Biosphärenreservate

Biosphärenreservate dienen nicht nur dem Schutz und der Pflege bestimmter Ökosysteme, sondern auch der ökologischen Forschung, der umweltgerechten Landnutzung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie werden von der UNESCO anhand einheitlicher, international festgesetzter Kriterien anerkannt. Das weltweite Netz der Biosphärenreservate erleichtert den Informationsaustausch über die Erhaltung und das Management.

Biosphärenreservate entsprechend dem Einfluss menschlicher Tätigkeit gegliedert in eine streng geschützte Kernzone, eine Pflegezone und eine Entwicklungszone, die gegebenenfalls eine Regenerationszone enthält. Der überwiegende Teil der Fläche eines Biosphärenreservates soll rechtlich geschützt sein.

Die vier Hauptaufgaben der Biosphärenreservate sind:

Nachhaltiges Wirtschaften: Biosphärenreservate stellen den Kern eines neuen Typs von Wirtschaftslandschaft dar. Beispielhafte Konzepte zu einer umweltgerechten Landnutzung werden gemeinsam mit den dort lebenden und wirtschaftenden Menschen umgesetzt. Konkrete Entwicklungsziele hängen von den ökologischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Biosphärenreservates ab. Administrative, planerische und finanzielle Maßnahmen sollen sich an den lokalen und regionalen Voraussetzungen orientieren; regionalspezifische Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung sollen in den verschiedenen Wirtschaftssektoren gezielt gefördert werden. Im primären Wirtschaftssektor bedeutet dies zum Beispiel die Förderung des ökologischen Landbaus und der naturnahen Waldbewirtschaftung. Im sekundären Wirtschaftssektor soll die Entwicklung nachhaltiger Nutzungen mit innovativen Produktionsansätzen unterstützt werden. Dies gilt besonders für Pilotprojekte und Modellvorhaben sauberer bzw. sanfter Technologien (zum Beispiel regenerative Energien). Energieverbrauch und Rohstoffeinsatz sollen - wo möglich - verringert, Betriebe mit weitgehend geschlossenen Stoffkreisläufen und ressourcenbezogenen Arbeitsplätzen gefördert werden. Im Dienstleistungssektor sollen umweltschonend erzeugte Produkte und Sortimente vermarktet sowie marktgerechte Vertriebsstrukturen entwickelt werden. Das Selbstverständnis der Biosphärenreservate erfordert es, dass branchenübergreifende Konzepte für regionale Wirtschaftskreisläufe mit möglichst kurzen Transportwegen und Konzepte für einen umwelt- und ressourcenschonenden Verkehr aufgestellt werden. Modelle für die Entwicklung eines umwelt- und sozialverträglichen Tourismus sollen entwickelt werden.

Schutz des Naturhaushalts und der genetischen Ressourcen:
Ziel eines umfassenden Schutzes des Naturhaushaltes ist es, dessen Leistungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit nachhaltig zu sichern, was durch Schutz (Erhaltung natürlicher und naturnaher, vom Menschen weitgehend unbeeinflusster Ökosysteme in ihrer Dynamik), Pflege (Erhaltung halbnatürlicher Ökosysteme und vielfältiger Kulturlandschaften einschließlich der Landnutzungen, die diese hervorbrachten) und eine nachhaltige, standortgerechte Nutzung (Sicherstellung und Stärkung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, insbesondere Bodenschutz, Grund-, Oberflächen- und Trinkwasserschutz, Klima-, Arten- und Biotopschutz) verwirklicht werden kann. Jedes Biosphärenreservat beherbergt einen repräsentativen Ausschnitt der jeweils naturräumlichen Fauna und Flora; sie stellen ein wichtiges Reservoir genetischer Ressourcen dar. Ebenso dienen sie als Genpool für die Wiederansiedlung heimischer Arten für Gegenden, in denen diese zuvor ausgestorben sind. Biosphärenreservate tragen damit zur Vielfalt regionaler Ökosysteme und des Naturhaushaltes bei. Sie leisten einen Beitrag zur Umsetzung der Konvention über Biologische Vielfalt.

Umweltforschung und -monitoring:
Biosphärenreservate sind für die langfristige Ökosystemforschung und die ökologische Umweltbeobachtung geeignet, weil Teile von ihnen unbefristet geschützt sind. Wegen der komplexen Wirkungsgeflechte in der Landschaft können erst durch langfristig angelegte wissenschaftliche Arbeitsprogramme Lösungen gefunden werden, die den Ansprüchen der Natur und der Bevölkerung gleichermaßen gerecht werden. In Biosphärenreservaten werden vor allem interdisziplinäre Forschungsprogramme unter Beteiligung von Natur-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturwissenschaften durchgeführt. Weil diese Programme nicht von den Verwaltungen der Biosphärenreservate selbst durchgeführt werden können, wird eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhochschulen und anderen Einrichtungen angestrebt.

Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit: Biosphärenreservate sind prädestiniert für eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern, Verwaltungspersonal, Besuchern und der ortsansässigen Bevölkerung. Arbeitsschwerpunkte bilden wissenschaftliche und fachliche Ausbildung, Umweltbildung, praktische Demonstration und Beratung. Der Erfolg eines Biosphärenreservates hängt vor allem davon ab, inwieweit die Bevölkerung zu einer Mitwirkung bei der Gestaltung des Biosphärenreservates motiviert werden kann. Es geht dabei um den Nachweis, dass sich nachhaltige Bewirtschaftung langfristig auch betriebswirtschaftlich lohnt.


Alles sehr interessant, kennt jemand Projekte? Oder ist das wieder mal ein neues Papier?
Jutta

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2006 15:07
#3 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Mußte den Artikel leider rausnehmen.
Jutta

[ Editiert von Moderator zauberin60 am 27.06.07 0:17 ]

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

02.07.2006 14:50
#4 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Liebloser Umgang mit Umwelt an San Juan ruft Entsetzen hervor:

Schattenseite der Freudenfeuer

Puerto de la Cruz – Neben der Riesenfeuer am Teresitas- Strand und vielen kleineren Feuerfesten gab es auch dieses Jahr wieder an der Playa Jardín eine Fiesta der Superlative zu Ehren des heiligen Johannes am 24. Juni.

Umweltfreunde bleiben fern

Schon am frühen Nachmittag des vergangenen Freitags pilgerten Menschenmassen von überall her zu den Kinderveranstaltungen am Strand und gaben sich dann zu späterer Stunde ein romantisches Stelldichein bei Trommelmusik und Kerzenlicht im Lavasand. Entlang des Strandes sammelten sich tausende von treuen Anhängern der alljährlichen Feierlichkeiten, um gemeinsam dem Feuerkult am Wasser zu frönen. Nur echte Umweltschützer, Ökologen und Naturfreunde mischen sich nicht unter die Massen, denn für sie hat das Feuer an der Playa einen ausgesprochen negativen Beigeschmack. Niemand unter ihnen kann tolerieren, wie stark hier die Luft verpestet wird, zumal sich in den meterhohen „Scheiterhaufen“ mehr Plastik als Holz befindet, so bedauern einige Anwohner.

San Juan Feier stinkt zum Himmel

Verleimte, gestrichene Holztüren, Plastikstühle und -strandliegen, Autoreifen und sogar eine Autobatterie türmen sich hier vor den Augen von nichts ahnenden Passanten und Touristen, die nicht im Entferntesten drauf kommen würden, dass man dieses Zeug tatsächlich in Flammen setzt.

Bürgerprotest ohne Echo

Und doch, so kritisiert Anwohnerin Gerlinde Vogler, „Die Einheimischen gehen mit ihren Ressourcen ganz so um als hätten sie noch eine Zweitwelt. Ihre Traditionen gehen über alles, sogar über den Hausverstand hinaus!“ Sie hat bereits bei der Stadt Puerto Anzeige erstattet und die Feuerwehr um Hilfe gebeten wegen dem ökologischen Verbrechen, das Jahr für Jahr vor ihren Augen zelebriert wird, aber keinerlei Reaktion darauf bekommen. Selbst die deutsche Inselpresse ließ die Kritik mit einer arroganten Meldung an sich abprallen: „Ziehen Sie doch woanders hin!“
Ähnlich erging es ihrer kanarischen Nachbarin, die in einem unermüdlichen Kampf gegen die Verpestung bis in die obersten politischen Reihen vordringen konnte, aber bisher nur auf Mauern gestoßen ist. Bei der „Hoguera“, dem Lagerfeuer, handelt es sich mittlerweile um eine Sondermüllablagerung für jedermann, schimpft die erboste Betroffene. „Im Vorjahr wurde schon ein Baum durch das Feuer beschädigt und die Rauchwolke stinkt auch regelrecht zum Himmel, man kann das Gift nicht einfach ignorieren!“

Aber aktiver Bürgerprotest, wenn auch nur von wenigen, scheint hier nicht zu fruchten. Proteststimmen verhallen im Niemandsland von politischer Schattenwirtschaft. /vh

http://www.teneriffa-magazin.com/artikel_1755.htm

Barbara GC ( gelöscht )
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02.07.2006 20:47
#5 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

mir fehlen die Worte

Gran Canaria Forum Offline




Beiträge: 21.836

05.07.2006 12:22
#6 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Scharfe Kritik an den Kanaren gibt’s von Greenpeace. Die Umweltorganisation hat in ihrem aktuellen Jahresbericht die kanarische Regierung scharf kritisiert. Besonders bedrohlich empfindet Greenpeace den fehlenden Schutz der Küstengebiete. 43.000 neue Wohnhäuser wurden auf den Inseln gebaut, eine Vielzahl davon in umgewidmeten Küstengebieten. Ebenfalls scharf kritisiert wird der Bau von 23 neuen Golfplätzen in den letzten 5 Jahren, das Golfplatzfieber der Inselregierungen ist lt. Greenpeace für eine Serie von Zerstörungen ursprünglicher, natürlicher Landschaft verantwortlich.

Gran Canaria Forum Offline




Beiträge: 21.836

11.07.2006 13:06
#7 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Das Tribunal Supremo hat gestern eine Klage einer Umweltschutzorganisation endgültig abgewiesen und damit die Aufstellung von mehr Handymasten auf Gran Canaria ermöglicht. Die Organisation “Asociación de Estudios Geobiológicos“ GEA ist bereits vor 2 Jahren gegen den Antennenaufstellungsbeschluss der Inselregierung vor Gericht gegangen, der Prozess zog sich durch mehrere Instanzen, gestern hat das Höchstgericht die Anklagepunkte endgültig zurückgewiesen.
Die Begründung der Richter lautete: es konnten keine Beeinträchtigungen nachgewiesen werden, dem Beschluss der Regierung im Jahr 2001 sind zahlreiche Untersuchungen vorangegangen, die die Umweltorganisation nicht widerlegen konnte.

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

21.07.2006 00:58
#8 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Stromleitungen zwischen La Orotava und Santa Ursula werden unter die Erde verlegt

Unelco entfernt Hochspannungsmasten

59 Hochspannungsmasten wird das Elektrizitätsunternehmen Unelco im Gebiet zwischen Santa Ursula (18) und La Orotava (41) entfernen. Der Sturz des ersten Mastes wurde Ende Juni auf der Plaza im Ortsteil La Florida bejubelt. Anwesend waren auch La Orotavas Bürgermeister Isaac Valencia und der Unelco-Chef der Provinz Teneriffa, José Manuel de la Cruz.

07.07.2006 - Teneriffa - Die Anwohner zeigten sich erfreut und erleichtert, denn nur wenige Meter entfernt von einem Hochspannungsmast zu leben flößte ihnen mitunter Angst ein. Über 30 Jahre lang stand dieser Mast an seinem Platz und verschandelte nicht nur das Landschaftsbild, sondern stellte auch eine Gefahr für die unmittelbaren Nachbarn dar. Isaac Valencia erinnerte daran, dass diese Masten seinerzeit willkommen waren, um die abgelegenen Viertel der Stadt mit Strom zu versorgen.

Auch von Unelco-Seite wurde betont, dass die Entfernung von Masten aus Wohngebieten – die ehemals keine waren – der Unternehmenspolitik entspricht, „denn es ist nicht normal, dass Stromleitungen über Wohnhäusern schweben“.
Die Unelco-Initiative zur unterirdischen Verlegung der Stromleitungen wird nach und nach die Hochspannungsmasten aus den Ortsteilen La Florida, Pino Alto, Barroso, Camino de las Medianías in La Orotava und La Cuesta de la Villa in Santa Ursula entfernen. Die Strecke ist Teil der 26,5 km langen Stromlinie Cuesta de la Villa-Icod de los Vinos und hat eine Länge von acht Kilometern. Unelco-Chef José Manuel de la Cruz betonte, dass das Energieunternehmen neun Millionen Euro in dieses Projekt steckt, mit dessen Umsetzung eigentlich schon viel früher begonnen werden sollte. Der Tropensturm Delta sei für die Verspätung verantwortlich. De la Cruz kündigte auch an, dass in den nächsten zwei bis drei Monaten die umstrittenen Hochspannungsleitungen im Gebiet von Los Frontones entfernt werden.



www.kanarenjournal.de

Deppentöter Offline




Beiträge: 36

02.08.2006 23:10
#9 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

... und bei mir im Keller ist gerade ein Sack Reis umgefallen ...

Deppentöter Offline




Beiträge: 36

02.08.2006 23:24
#10 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

In 100 Jahren wird man lesen, dass es unglaublich ist, wie dämlich die Menschen um 2000 herum gewesen sind, dass sie nicht erkannt haben, wie groß der Einfluß der elektromagnetischen Wellen auf Mensch und Natur war und dass die Schädigung des Erbguts leider ireparabel ist.
:frier:

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

03.08.2006 00:11
#11 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Nun gut, ich wohne zB. ungern unter einer Leitung, und beim letzten Sturm waren Teile der Insel Wochen ohne Strom, hätten die Bewohner unterirdisch verlegte Leitungen gehabt, wäre einiges besser ausgegangen.

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2006 00:28
#12 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Die Betreiber der „Biofinca“ beklagen die geringe Unterstützung von öffentlicher Seite

Icod de los Vinos setzt auf biologischen Anbau

Ende 2005 wurde in der im Norden Teneriffas gelegenen Gemeinde Icod de los Vinos der erste landwirtschaftliche Betrieb in dieser Gegend eingeweiht, der sich nach langer Zeit normalen Betriebs dazu entschlossen hat, ausschließlich biologischen Gemüseanbau zu betreiben.

12.08.2006 - Teneriffa - Es handelt sich bei dieser „Biofinca“ Comunidad de Bienes La Huerta 10 de Santa Bárbara um einen Familienbetrieb, den die Brüder González González leiten. Abgesehen von einer Bananen-Finca in Los Silos und einer Blumenzucht in Buenavista del Norte ist das Unternehmen das einzige in dieser Gemeinde, das keine chemischen Dünge- und Insektenvernichtungsmittel mehr benutzt
Die Finca umfasst zwei Hektar Ackerland, auf dem unter anderem Kartoffeln, Karotten, Blumenkohl und Brokkoli nach den Prinzipien der biologischen Landwirtschaft angebaut werden. Nach Angaben der Betreiber mit Erfolg, denn die erste Ernte des rein biologisch angebauten Gemüses war völlig frei von jeglichen Plagen.
Jahrelang hätten sie mit „normalen“ Düngemitteln umsonst versucht, ihren Anbau von Insekten etc. freizuhalten. Deswegen entschlossen sie sich letztendlich dazu, ihren Betrieb auf den biologischen Anbau umzustellen. Doch trotz des augenscheinlichen Erfolgs können sie bislang nur 10% ihrer Ernte über ein Unternehmen in Tacoronte unter der Bezeichnung „Biologisch“ verkaufen. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich der biologische Anbau auf dem kanarischen Markt immer noch schwertut. So seien sie dazu gezwungen ihre übrige Produktion als traditionell angebautes Gemüse zu verkaufen, bedauert einer der Betreiber und fordert verstärkte Unterstützung vonseiten des Cabildos und der kanarischen Regierung.
Immerhin haben sich inzwischen verschiedene Landwirte aus anderen Gemeinden der Insel auf der „Biofinca“ umgeschaut und sich für den biologischen Anbau interessiert.
Quelle: http://www.wochenblatt-kanaren.com


Wollen wir hoffen, das die Gebrüder González González viele Nachahmer finden. Was auf die Mono-Kulturen der Inseln gespritzt wird, geht auf keine Kuhhaut.

Langfristig müssen sich die Kanaren eh von ihrer wasserfressenden Banane (die sehr lecker ist) verabschieden und Alternativen suchen. Warum nicht Bio-Mangos und Advokatos exportieren.
Der Markt dazu ist in Europa da!
Jutta

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2006 00:40
#13 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Nur ein Bruchteil der Bevölkerung sorgt sich vorrangig um die Natur

Umwelt nicht im Vordergrund

Nur ein Bruchteil der Inselbevölkerung sorgt sich vorrangig um Umweltprobleme, so das Ergebnis eines „Ökobarometers”, das jüngst im Auftrag von Teneriffas Umweltamt erstellt wurde. Nur 4,5% der Befragten nannten an erster Stelle Umweltprobleme auf die Frage nach den Problemen der Insel, die am dringendsten einer Lösung bedürfen.


12.08.2006 - Teneriffa -

An erster Stelle steht da nach Ansicht von 36,8% der Befragten die [illegale] Zuwanderung und die Überbevölkerung.
Platz 2 belegt das Gesundheitswesen (25%), und an
dritter Stelle folgt das Kapitel Infrastrukturen und Straßenbau (20,7). Delinquenz (20,6[size=0,5])

Zitat
Delinquenz (lat. delinquere "sich vergehen") ist die Tendenz, vor allem rechtliche, aber auch soziale Grenzen zu überschreiten. Sie stellt besonders im Jugendalter ein Zeichen für eine nicht vollständig erfolgte sekundäre Sozialisation dar. In der deutschsprachigen soziologischen Literatur über Delinquenz und Kriminalität wird auch häufig der Begriff "abweichendes Verhalten" benutzt

[/size] und Arbeitslosigkeit (16,4%) stehen an vierter und fünfter Stelle. 12,9% sehen Verkehrsüberlastung und Parkplatzmangel als das gravierendste Problem der Insel an, während nur 6,6% im Bildungswesen ein Problem sehen.

An letzter Stelle der Problemmeldungen steht tatsächlich die Umwelt. Auf die direkte Frage, in welchem Maße sie sich um die Umwelt sorgen, erklären jedoch erstaunlicherweise 62,1% der Befragten, dass sie dies gewaltig tun, 32,8% „etwas” und nur 4,7% sorgen sich überhaupt nicht um die Umwelt.

Auf die Frage, wie sie den Umweltzustand der Insel beurteilen, antworteten 42,3% „weder gut noch schlecht”, „schlecht” urteilten 25,7% und „gut” 17,1%. Nur 4,2% finden den Zustand „sehr schlecht” und 0,9% „sehr gut”.

Auf konkrete Punkte der Öko-Problematik angesprochen, konnten erstaunlicherweise 26,3% keine Umweltprobleme nennen. Immerhin 15,8% erwähnten die immer mehr wachsende Baudichte, 12,2% wiesen auf Küsten- bzw. Strandverschmutzung hin – vielleicht kein Wunder jetzt im Sommer, wo an den Stränden mehr Müll zurückgelassen wird als sonst im Jahr.

10% sehen den Straßenverkehr als Umweltproblem an, 9,8% erwähnten Kontamination ganz allgemein. 7,7% sehen einen Sorgenpunkt in der Waldbrandgefahr und wünschen sich gewissenhafte Forstpflege, 6,7% finden die Industrie besorgniserregend. Seltsam ist, dass 7% der Befragten den Müllberg als Umweltproblem erkennen, jedoch nur 4,5% der Meinung sind, dass zu wenig recycelt wird. Nur 4,6% sind in Sorge über den in Granadilla geplanten Hafen.

Die Zerstörung der Landschaft fürchten 5,5%, wobei auch hier ein Widerspruch deutlich wird: Nur 3,2% vertreten die Ansicht, dass Straßenbau und Infrastrukturarbeiten sich schädlich auf die Umwelt auswirken.

Verantwortlichkeiten

Bemerkenswert ist, dass ein Großteil der Befragten die Eigenverantwortlichkeit hoch eingestuft hat: 22,1% sind der Ansicht, dass der Bürger die Verantwortung für eine gesunde Umwelt trägt.
34,9% sehen die Verantwortlichkeit bei der kanarischen Regierung, 28,2% bei Teneriffas Inselregierung Cabildo und 15% bei den Gemeinden.

Nachgehakt wurde auch bei der Frage, was der einzelne so für die Umwelt tut. „Fast immer” antworteten 91% auf die Frage, ob sie duschen statt zu baden, um Wasser zu sparen. 89,1% drehen „fast immer” den Wasserhahn zu. 81,6% prüfen mögliche Defekte in Wasserleitungen. 90% lassen das Licht nicht brennen, wenn sie es nicht brauchen, und 74,8% benutzen Sparbirnen. 79,5% laufen kurze Wege, statt mit dem Auto zu fahren, und 74,6% entsorgen Batterien getrennt.

Zwar erscheint die Umweltproblematik zunächst nicht spontan als vorrangiges Sorgenkind der Bevölkerung, so wertet die Inselregierung das Ökobarometer, doch einmal auf das Thema angesprochen, zeigt sich sehr wohl eine Vertrautheit mit Umweltthemen der Insel sowie das Bewusstsein einer Eigenverantwortlichkeit.

http://www.wochenblatt-kanaren.com



Das ist wieder so ne tolle Statistik, keiner wills gewesen sein.
Anspruch und Realität klaffen da doch auseinander.
Ich hoffe mal, das der Umweltgedanke sich vom Kopf dann auch langsam in die Hände bewegt, und die Bevölkerung wirklich etwas tut.
Angefangen bitte bei den Plastiktüten bis zum (Plastik)Flaschenpfand.

Hat jemand seit der Einführung von Dosenpfand 1 Dose irgendwo rumliegen sehen, in Deutschland?
Und was haben sich alle aufgeregt. Und - geht doch!

Batterienpfand sollte jetzt der nächste Punkt sein, von der Knopfzelle bis zur Autobatterie - die finde ich nämlich noch überall im Feld!

Oder was meint ihr zu dem Thema?

Jutta


[ Editiert von Moderator zauberin60 am 15.08.06 0:43 ]

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2006 00:57
#14 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Das Gebot der Stunde: Müll vermeiden

„Solange die Bevölkerung glaubt, dass ihr Müll wie durch Zauberei verschwindet, wird sich nichts ändern!”


Noch in diesem Jahr soll der neue Müllentsorgungsplan PTEO der Insel in Kraft treten, so kündigt der Umweltbeauftragte Wladimiro Rodríguez Brito an. „Wir sind schon sehr weit in der Planung”, so seine hoffnungsträchtige Aussage. Sämtliche Inselgemeinden vertreten inzwischen die Meinung, dass die Last des Müllbergs nicht allein auf Arico entfallen kann, wo seinerzeit die zentrale Müllkippe der Insel angelegt wurde.

12.08.2006 - Teneriffa - Denn die ist bereits – Jahre vor dem einst angedachten Termin – fast am Ende ihrer Kapazität. Anfang der 80 Jahre eingerichtet und damals auf 30 Jahre vorausberechnet, war die Anlage Arico bereits 1997 am Ende ihrer Kapazität – 15 Jahre vor der Zeit. Zu diesem Zeitpunkt schon wurde notgedrungen die Erweiterung der Anlage in Angriff genommen.

Hier ist dann auch weitaus größeres Augenmerk auf Mülltrennung und Recycling gerichtet worden, so dass Arico heute über ein modernes Mülltrennsystem verfügt, das unter anderem speziell in Sachen Kompostierung des feuchten Haushaltsmülls sehr erfolgreich arbeitet und hochwertigen Humus erzeugt, der bei den Bauern reißenden Absatz findet.

Auch die Recyclinganlage für Bauschutt stellt einen Erfolgspunkt im Inselregierungsprogramm zur Müllverminderung dar. Trotzdem wächst der Müllberg unaufhaltsam.

Mehr statt weniger Müll

Tatsächlich scheinen die unter dem Motto „Müll vermeiden” stehenden Aufklärungskampagnen des Cabildos nicht viel zu fruchten. Innerhalb von 10 Jahren ist beispielsweise nach Statistiken in Adeje das Müllvolumen von 17.000 auf 50.000 Tonnen gestiegen, in Arona von 31.000 auf 76.000 Tonnen.
Auch im weniger touristischen Norden der Insel wird heute doppelt soviel Müll wie noch vor wenigen Jahren erzeugt. Im Schnitt, so das Umweltamt der Insel, müssen auf Teneriffa heute pro Kopf und Tag zwei Kilo Müll – 22% mehr als auf dem spanischen Festland – entsorgt werden. Im vergangenen Jahr waren das nach Angaben von Wladimiro Rodríguez Brito auf allen Kanareninseln zusammen 4.000 Tonnen.

Die Umweltschutzorganisation Ben Magec moniert dann auch „die absolute Verschwendungssucht, die auf den Kanaren gelebt wird” und dass „der Müllberg durch den Tourismus noch enorm vergrößert wird”.

Die Müllverwertungsanlage in Arico kann ein derartiges Volumen nicht schlucken, darüber sind sich alle Gemeinden einig. Wer sich an die endlosen Debatten Ende der 70er Jahre erinnert, als verzweifelt im Zuge der – auch damals schon vorzeitigen – Schließung der damaligen Anlage bei La Laguna nach einem Standort für die neue große Insel-Deponie gesucht wurde, der weiß, wie hitzig jede Gemeinde das Ansinnen weit von sich gewiesen hat, den Müll bei sich aufzunehmen.

Über Arico wurde damals ein Machtwort gesprochen, wobei sich der Pirs inzwischen als recht gute Einnahmequelle für die Gemeinde entwickelt hat. Vielleicht liegt es auch mit daran, dass die übrigen Inselgemeinden sich aufgeschlossener als damals dem Thema Müllentsorgung stellen. Ebenso mag auch eine Rolle spielen, dass man sich inzwischen an die in Buenavista, Adeje, Arona, Güímar, Taco und Jagua entstandenen Wertstoffsammelzentren, die „Puntos Limpios” gewöhnt hat, in denen auch Sondermüll kostenlos entsorgt werden kann.
Konkret für den neuen Müllentsorgungsplan der Insel in der Planung sind bereits Entlastungsanlagen im Gemeindegebiet von Icod und in Buenavista in der Nähe der Montaña de Taco. Bauschuttrecycling soll künftig auch in La Guancha und in den Bergen von Garachico stattfinden. Im Orotavatal wird noch nach einem geeigneten Gelände für eine Anlage gesucht. Ein weiterer Standort ist in La Matanza oder Tacoronte geplant. Arona im Süden der Insel hat bereits ein konkretes Angebot gemacht, weitere Gelände werden in Adeje, Santiago del Teide und Guía de Isora gesucht.

Keinen Zweifel lässt Wladimiro Rodríguez an dem, was unbestritten das Gebot der Stunde ist: „Wir müssen der Inselbevölkerung bewusst machen, wie wichtig es ist, Müll zu vermeiden. Und so viel Müll wie möglich dem Recycling zuzuführen.” Damit geht Ben Magec-Sprecher Antonio Rodríguez konform: „Wir haben die ländliche Kultur verloren, in der jedes Ding seinen Wert hatte und alles wiederverwertet wurde.”

Nach seinen Angaben werden auf den Kanaren nur 6, allerhöchstens 7% des Abfalls recycelt. Damit stehen die Inseln auch nach Auskunft von Greenpeace spanienweit an vorletzter Stelle.
Das Kontrastprogramm wird in den nordeuropäischen Ländern gefahren, wo über 70% recycelt werden. Die Inselregierung hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten 10 Jahre eine Recyclingquote von 50 oder gar 60% zu erreichen.
Der Rest soll größtenteils in einer modernen Anlage verbrannt werden.
Ben Magec wiederum sträubt sich gegen die Müllverbrennung: „Besser wäre es, Abfallreduzierung zu betreiben und von Einwegverpackungen abzusehen. Das Wichtigste ist jedoch die Erziehung der Bevölkerung. Solange die Leute der Meinung sind, dass der Müll wie durch Zauberei verschwindet, nachdem sie ihren Beutel in den Container gesteckt haben, wird sich überhaupt nichts ändern. Erst wenn sie begreifen, was ihre Abfälle anrichten, werden sie anfangen umzudenken.”


(*) „Puntos Limpios“ auf Teneriffa: Barranco de Jagua, Santa Cruz; Ctra. La Cuesta-Taco, La Laguna; Industriegebiet, Güímar; Malpaso-Buzanada, Arona; Kreuzung La Atalaya, Adeje; Ctra. Buenavista-Palmar, Buenavista del Norte.

http://www.wochenblatt-kanaren.com

Barbara GC ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2006 19:36
#15 RE: Neuigkeiten aus der Natur und Umweltschutz Kanaren Antworten

Kanaren - Zahlreiche Plagen machen den Palmen das Überleben schwer



Kanaren - Zahlreiche Parasiten machen den Palmen auf den Kanarischen Insel das Überleben schwer. Besondere Plagen sind der Rhynchophorus ferrugineus (picudo rojo) und Opogona sacchari (Bananentriebbohrer).
Kanaren Nachrichten für den 16.08.2006 Kanaren - Die Plagen der Palmen - Rhynchophorus ferrugineus und Opogona sacchari machen den kanarischen Palmen das Überleben schwer - Rhynchophorus ferrugineus (picudo rojo) - Der rote Käfer, welcher sich seinen Weg in das Innere des Stammes regelrecht freifrisst sorgte Ende 2005, sowie Anfang 2006 für einen waren Großeinsatz von Kettensägen auf den Kanaren Inseln Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura. Problem bei dem Befall mit dem 'Rhynchophorus ferrugineus' ist die späte Erkennung. In den meisten Fällen ist dann schon keine Rettung mehr möglich. Ein weiteres Problem besteht darin, das der Parasit Flugkünstler ist - bis zu 8 km Luftweg schafft der Schädling. Experten empfehlen, gefällte Palmen zu zerstückeln und dannach zu verbrennen, um den 'picudo rojo' davon abzuhalten, weitere Palmen in der Umgebung zu befallen

ausführlichere Infos und Quelle
www.islacanaria.net

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