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Dieses Thema hat 39 Antworten
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 Urlaub auf Gran Canaria. Reiseberichte & Reiseunternehmen
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julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

12.04.2008 16:37
RE: Mein Reisebericht......... Antworten

1. Teil oder auch die ersten beiden Tage meines Urlaubsberichtes (Rest folgt wenn gewünscht)

Es war Mittwoch Morgen, 2:30 Uhr und wir machten uns endlich auf den Weg zum Flughafen, müde, kaum geschlafen aber mit viel Vorfreude. Ich natürlich wieder mit einigen Tränen in den Augen, weil ich meine kleinen Fellnasen jetzt schon vermisst habe.
Am Flughafen angekommen, ging am Sicherheitsschalter erstaunlicherweise alles recht flott. Auch gut, blieb noch einwenig Zeit, um einen Kaffee zu trinken. Schwiegermutter hat auch noch belegte Brötchen mitgebracht nach dem Motto „wer weiß was wie im Flugzeug bekommen“, Recht hat sie ja, wir alle kennen das Essen im Flugzeug.

Pünktlich um 5:45 Uhr ging es los. Meinem Mann habe ich mal wieder fast die Hand zerdrückt beim Start, passiert im übrigen auch bei der Landung, es sei gesagt, ich leide unter Flugangst.

Auf GC angekommen wurden wir von Willi lieb begrüßt, der uns mit dem Mietwagen den wir für die Woche gebucht hatten, in Empfang nahm. Nachdem wir alle Formalitäten in PDI erledigt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Puerto Rico. Schon auf dem Weg dorthin haben wir festgestellt, dass sich mal wieder einiges verändert hat. Auch an dem Hotel, in welchem wir sonst immer abgestiegen sind, wurde kräftig gebaut. Aber das war mir ja bekannt, da ich es nicht buchen konnte. Als Alternative habe ich dann das Puerto Azul gebucht - bin 1994 schon mal dort abgestiegen und bin damit recht zufrieden gewesen. Naja, mal sehen was uns erwartet.

Viel zu früh im Hotel angekommen, konnten wir natürlich noch nicht in die Appartements rein, da die anderen Gäste erst ab 12 Uhr aus den Zimmern raus sein mussten. An der Rezeption wurden wir von - man staune - einem Deutschen begrüßt und haben dort erst einmal das Einchecken erledigt. Um uns die Zeit etwas zu vertrödeln haben wir erst einen Rundgang durch das Hotel gemacht, uns im Anschluss an die Bar gesetzt und erst mal einen Kaffee im Plastikbecher zu uns genommen - wir sind ja AI Gäste gibt also kein Porzellan!

Nachdem uns langsam warm wurde - wir hatten ja noch unsere warmen Sachen an und wollen so schnell wie möglich in etwas Leichtes hüpfen - gingen wir zu Rezeption und haben die Zimmerkarten geholt. Als ich die Zimmernummern sah ist mir schon alles aus dem Gesicht gefallen (außer dem zuvor getrunkenen Kaffee). Ich habe den Herren an der Rezeption mitgeteilt, dass ich sowohl ein Fax als auch eine E-Mail geschickt habe, mit der Bitte uns Zimmer mit Blick auf die Bucht zu reservieren. Dazu muss ich sagen, ich habe nie eine Bestätigung bekommen. Mir wurde dann mitgeteilt, dass das Hotel ausgebucht sei und ich morgen mal nachfragen sollte, ob andere Appartements frei wären, dann könnten wir umziehen. Na gut, kann ja mal passierten.

Es folgten die Erläuterungen des Tresenchefs der Rezeption bezüglich Wegfindung zum Zimmer: „Ähm also beim ersten Aufzug drücken sie die 2, beim 2. Aufzug dann die Null und beim letzten Aufzug dann die 3 – alles klar?“ – Ähm ja!

Nach mehreren Aufzugfahrten standen wir endlich vor der Tür. Als ich die Tür rein bin, kam es erneut zu dezenten Entgleisungen meiner Gesichtszüge. Wir standen im einen Studio (nicht RTL – aber auch nicht minder brisant) und nicht im erwarteten Appartement. Wir uns also umgezogen und dezent erhöhtem Blutdruck wieder an die Rezeption. Ich hatte die Pappe auf! SO hatte ich mir den Auftakt unserer Grannyinspektion nicht gewünscht.

Nachdem wir der Schluse an der Rezeption einen motivierenden Einlauf im Gehörgang verpasst und uns beschwert hatten - was eigentlich gar nicht unsere Art ist - holte der Rezeptionist die Hotelmanagerin, eine junge arrogante Spanierin (der Teufel trägt Prada!), die uns frech mitteilte, dass vom Veranstalter nur ein Studio gebucht wurde und mehr gäbe es dazu nicht zu sagen. Nach vielen Telefonaten auf ausländische Handynummern (ich bunker schon Baldrian in Ansehung der Telefonrechnung) mit dem Reiseveranstalter und der Betreuung in PDI waren wir auch nicht ein Stückchen weiter. Alle beharrten darauf, dass nur ein Studio gebucht worden war und wir halt „Pech“ hätten. Wutentbrannt ging ich an den PC und wollte die Original Bestätigung ausdrucken und denen vor die Nase halten. Ärgerlicherweise habe ich am Abend zuvor meinen Account geleert und konnte außer einem geleerten, sauber blitzenden Postfach nichts vorweisen.

Man bot uns an für einen Aufpreis in ein Appartement umzuziehen, es stellte sich nämlich heraus, dass das Hotel maximal zu 50% ausgebucht war. Das aber wollte ich auf keinen Fall, ich weiß doch was ich gebucht habe. Reklamation ist bereits verschickt mal sehen wie die Sache weitergeht.

Nachdem ich mich genug geärgert hatte, sind wir erst mal runter zum Strand wo ich zunächst die herrenlosen Katzen durchgefüttert habe - bin nämlich auf GC immer mit Katzenfutter bewaffnet. Nachdem die Raubtierfütterung abgeschlossen war und sich die Fellnasen nach den Anstrengungen der Deutschen Befütterung wieder in „Siesta-Position“ auf ein schattiges Plätzchen zurückgezogen hatten, sind wir dann im Chalie´z and Friends abgestiegen und haben dort erst mal etwas Leckeres getrunken. Groß etwas zu unternehmen hatten wir keine Lust mehr, der Tag war fast gelaufen und platt waren wir auch.

Schon in der Nacht merkten wir, dass uns ein mannigfaltiges Unterhaltungsprogramm auch nach der Animation geboten wurde. Das Hotel lies sich da nicht lumpen. Englische Fussballschlachtgesänge zu früher Morgenstunde gepaart mit rhythmischem Türschlagen war da nur der Anfang, aber die Müdigkeit tat ihr Übriges, dass wir trotz allem schnell einschliefen.
Am nächsten Morgen, nach einer Nacht mit gröllenden englischen Touristen im Nachbarzimmer und knatzenden Betten, ging es dann zum AI Frühstück. Der erste Anblick auf das Frühstücksbuffet ließ meine Geruchs- und Geschmacksnerven die Koffer packen. Der zarte Duft von leckeren frischen Pommes, lauwarmen Würstchen, weißen Bohnen und geschreddertem Fisch in Essig umwehte unsere Nasen, es war das allseits beliebte englische Frühstück.
Aber auch für normal Frühstücker war etwas dabei, wie Wurst, Käse und Marmelade, die uns diese Woche noch häufiger begegnen sollten, denn es gab nichts anderes. Nachdem wir gesättigt waren, haben wir unsere sieben Sachen geschnappt und sind losgefahren. Unser erster Weg sollte uns auf jeden Fall nach Fataga führen. Ich wollte ein zartes Pflänzchen, das verpackt war wie eine grüne Bombe, abliefern.

Also ab in Auto und in Richtung Fataga. Das Wetter spielte recht gut mit, auch wenn sich die Sonne zeitweise hinter Wolken versteckte. Natürlich sind auch wir am Aussichtspunkt der auf dem Weg liegt stehen geblieben und haben die obligatorischen Fotos gemacht. Auf der Fahrt mussten wir auch feststellen, dass die Brandschäden des letzten Jahres noch deutlich zu sehen sind, auch wenn die Natur sich schon sehr gut erholt hat. In Fataga angekommen und der Wegbeschreibung von Barbara gefolgt sind wir an der Finca-Barbara angekommen. Leider haben wir Barbara nicht angetroffen. Also haben wir unsere „Grüne Bombe“ dem Türöffner in die Hand gedrückt und wurden dann noch stürmisch von Barbara’s haarigen Mitbewohnern begrüßt.

Da es langsam Mittag wurde machten wir uns auf den Weg nach Santa Lucia, um im HAO etwas zu Mittag essen, was wir besser hätten sein lassen sollen.
Im HAO haben wir zunächst den leckeren Papayasaft getrunken zu einem Preis von 3 EUR pro Glas, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein, im Urlaub schaut man nicht so auf sein Geld. Nachdem wir uns etwas die Sonne haben ins Gesicht scheinen lassen ließen wir uns die Karte bringen. Viel versprechend hörte sich diese auf jeden Fall an. Wir also bestellt, zweimal Hühnchen vom Grill und zweimal Kaninchen vom Grill. Aber nicht, dass ihr denkt alles nur für mich, wir waren zu viert unterwegs.

Nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten stand dann unser Essen auf dem Tisch.
Als ich angefangen habe mein Hühnchen auseinander zu rufen musste ich leider feststellen, dass es innen mehr roh als gar gewesen ist. Mit dem Kaninchen sah es nicht anders aus, zudem waren die Knochen so zerfetzt als ob man eine ganze Schrotladung gebraucht hat um das Kaninchen zu erlegen. Aber egal, die Laune lassen wir uns dadurch nicht nehmen.
Wieder am Auto angekommen überlegten wir kurz wohin wir fahren wollten, die Entscheidung stand, es sollte nach Agüimes gehen. Ich so schlau wie ich sein wollte wählte den Weg in Richtung Temisas (GC550) nach Agüimes. Falsche Entscheidung meinerseits, diese enge Straße ist ja gar nichts für mich, schon gar nicht wenn ich rechts runter sehe und es geht tief runter, mein Badrian - Fläschchen wäre leer gewesen wenn ich in Agüimes angekommen wäre. Wir also umgedreht und weiter auf der GC65 und GC551 nach Agüimes. Dort angekommen haben wir das Auto abgestellt und haben die niedlichen Gässchen und den Stadtkern von Agüimes bewundert. Nach einem ausführlichen Spaziergang haben wir uns entschlossen noch einen Abstecher nach Vecindario zu machen und das zu tun was Frauen gerne machen „SHOPPEN“.

Nachdem wir dort raus sind war es auch schon 17 Uhr. Das sollte für den heutigen Tag reichen, wir machten uns auf den Weg zurück nach Puerto Rico. Nach einem „canarischen“ Abendessen mit Papas Arrugadas machten wir uns noch kurz auf den Weg ins Einkaufzentrum von Puerto Rico tranken dort ein kühles Bierchen und genossen den Rummel in der Stadt. Den Abend ließen wir dann an der Bar ausklingen und schauten und das Animationsprogramm des Hotels an, eine junge Sängerin trat auf und bejodelte das Playback, wäre diese bei DSDS aufgetreten hätte Dieter Bohlen sicher zu ihr gesagt sie wäre „TALENTFREI“

LG Julchen

Barbara GC ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2008 17:25
#2 RE: Mein Reisebericht......... Antworten





klasse Reisebericht,wir wollen natürlich mehr lesen

und wie versprochen Bilder der grünen Bombe
der es bei mir gut geht


Gruß
Barbara

julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

12.04.2008 17:41
#3 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Zitat
Gepostet von Barbara GC




klasse Reisebericht,wir wollen natürlich mehr lesen

und wie versprochen Bilder der grünen Bombe
der es bei mir gut geht


Gruß
Barbara



Ich bin schon wieder am schreiben bevor ich alles vergessen, Gedächtnis wie ein Sieb

Die grüne "Bombe" hat sich ja schon richtig gemacht bei Dir. In bessere Hände konnte sie wirklich nicht kommen

LG Julchen

S T E R N C H E N ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2008 18:13
#4 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Super Bericht Julchen. Ich freue mich schon auf T E I L II

charly_gc Offline



Beiträge: 496

12.04.2008 18:17
#5 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

klärt uns doch mal auf , sollte die grüne bombe auf den namen klimatis hören oder liegen wir da falsch
( die wetten stehen 50 : 1 für klimatis im bonanza)

meine erfahrung mit klimatis sind aber in den bergen gescheitert, aus diesem grunde bitte ich um aufklärung
lg
charly_gc

julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

12.04.2008 18:26
#6 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Zitat
Gepostet von charly_gc
klärt uns doch mal auf , sollte die grüne bombe auf den namen klimatis hören oder liegen wir da falsch
( die wetten stehen 50 : 1 für klimatis im bonanza)

meine erfahrung mit klimatis sind aber in den bergen gescheitert, aus diesem grunde bitte ich um aufklärung
lg
charly_gc



Korrekt Charly es handelt sich um eine Clematis Jackmanii, mal sehen ob sie bei Barbara was wird

LG Julchen

julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

12.04.2008 18:39
#7 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Zitat
Gepostet von S T E R N C H E N
Super Bericht Julchen. Ich freue mich schon auf T E I L II




Danke Sternchen, bin schon fleißig am schreiben

LG Julchen

Barbara GC ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2008 18:48
#8 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Charly, bei mir hat es die Clematis gut,

gehe sie jetzt giessen, braucht gut Feuchtigkeit, schattige Füße und liebe Worte

freue mich auch auf Teil II

Gruß
Barbara

Heike1964 ( gelöscht )
Beiträge:

12.04.2008 18:56
#9 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Ich mich auch!
Danke!

Mogan Offline




Beiträge: 446

12.04.2008 20:06
#10 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

:177
Danke Julchen, auch ich freue mich auf den nächsten Teil,der Reisebericht ist mit Humor geschrieben; obwohl ich mir denken kann das es alles andere als zum Lachen war.

Lieben Gruß Mogan

:zunge1:Nehmt mich so wie ich bin, ich ändere mich nicht!!:zunge1:

-Stephan- Offline




Beiträge: 1.735

12.04.2008 21:13
#11 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Na, der erste Teil (der mit dem Hotel) ist nicht so prickelnd bei einer Weiterempfehlungsrate von

44%

auf Holidaycheck...

auch nicht verwunderlich!!!

Aber danach wirds schon besser!

http://www.stephan-engel.de
http://www.beepworld.de/members17/asvzirndorf2a

2 Chancen, ein Tor, das nenn ich 100 prozentige Chancenauswertung

zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

13.04.2008 17:04
#12 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Oh, ihr Armen, ich weiß schon, warum ich nie AI buchen werde.
hihi, mir wäre schon das Plastikbändchen peinlich. Wahrscheinlich würde ich wie Wolle rumlaufen, mit 15 Freundchaftsbändchen drüber.
Warte auf Teil 2, Du schreibst schön.

julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

13.04.2008 19:35
#13 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

2. Teil meines Urlaubsberichts oder auch der 3. und 4. Tag

Auf vielfachen Wunsch geht es hier nun weiter, da aber mein Gedächtnis nicht mehr das Jüngste ist habe ich noch einen Nachtrag zum zweiten Tag. Ich habe es einfach vergessen bzw. habe gedacht wir hätten es an einem anderen Tag gemacht.

Nach dem Spaziergang in Agüimes – und da wir auch in der Nähe waren – haben wir noch einen Abstecher nach Guayadeque gemacht. Seit so vielen Jahren komme ich schon nach GC, aber das war eine Ecke die ich noch gar nicht besucht habe. Also ab die Post und hin! Ich war froh auf den Weg dorthin keine Schluchten neben mir gesehen zu haben. Dort angekommen wurde uns klar, dass auch dieser Ort bereits touristisch erfasst war. Mehrere Busse parkten auf dem kleinen Parkplatz vor der Kapelle. Die schon angemerkte Türe im Stein haben wir natürlich auch gesehen. Die Vermutungen gingen von Notausgang über Seiteneingang zur Kneipe bis hin zum Pinkulatorium des Popen. Jedenfalls haben wir uns alles einmal ganz genau angesehen. Nachdem wir die Kapelle ausgiebig beäugt hatten, sind wir noch ein paar Meter den Berg hoch, an den Höhlenwohnungen vorbei gelaufen. Es ist kaum vorstellbar, dass Leute so leben können, aber es funktioniert wohl. Es scheint alles vorhanden zu sein. Für mich persönlich wäre das ganz und gar nichts. Eine nette ältere Dame saß vor ihrer Tür und nötigte vorbeigehende Touristen sich ihre Wohnung anzusehen. Dabei freute sie sich insbesondere, wenn man sich beim Verlassen ihrer Wohnhöhle von überflüssigem Kleingeld trennte. Genug gesehen? Gut, dann ab zurück zum Wagen.

So und jetzt zum Freitag:

Nach dem Aufstehen habe ich festgestellt, oh oh bewölkt. Aber schon nach dem Frühstück – wie schon beschrieben immer das gleiche – kläre es sich auf. Also machten wir es wie in dem Schlager aus den 60ern und packten unsere Badehosen ein und fuhren nach Maspalomas, um am Strand in Richtung PDI laufen.

In Maspalomas stellten wir unser Auto in die Tiefgarage. Die Preise scheinen sich mit denen in D nichts zu tun, aber egal das Auto ist am Nachmittag nicht so überhitzt.

In Richtung Strand stehen wieder die jungen Burschen mit den Kärtchen von wegen: Rubbel los mit dem Robbellos und oh Wunder … „SIE HABEN GEWONNEN!“. Wer sich schon mal darauf eingelassen hat, weiß sicher wovon ich spreche Time-Share in Anfi del Mar. Wenn man die Jungs mit dem Hinweis, „Das kennen wir schon!“ dann losgeworden ist hat man endlich freie Bahn zur Strandpromenade. Dort angekommen grinste mich mein Männe breit an und summte: „Zieh dich aus kleine Maus, mach dich nackisch …“ – Wir haben uns dann darauf verständigt, dass Badebekleidung nackt genug ist. Dann folgte eine kurze Orientierung und los ging es auf der Ameisenstraße Richtung PDI vorbei an denen, die sich in der Sonne braten, dem FKK-Bereich. Es ist bemerkenswert, aber irgendwie scheint die korrekte Körperhaltung eines FKKlers zum Besonnen folgende zu sein: Man stelle sich mit der Frontpartie zur eben beschriebenen Ameisenstraße, stemme die Arme in die Hüften, lasse den Blick gelassen auf den Wellen ruhen und pfeife die Musik von „vom Winde verweht“. Gerade bei diesem Bereich kann es es mir nie verkneifen zu sagen, dass wir - also mein Mann und ich - beim Vorbeigehen das Durchschnittsalter von 70 auf 60 gesenkt haben.
Nach etwa 1,5 Stunden wollten mich die Füsse nicht mehr tragen, besser gesagt in Ansehung des zu erwartenden Muskelkaters hielten wir es für ratsam, den Strandlauf etwas abzukürzen. Also kurz mal in Wasser gesprungen etwas getrunken und umgekehrt wieder zurück, weitere ca. 1,5 Stunden – komisch, aber zurück geht’s irgendwie immer schneller. Nach fast 3 Stunden marschieren hingen unsere Zungen bis zu den Knien, und auch mein Männe hatte vermutlich schon einen Anflug von Hungerpanik, also war unser erster Weg das „Treppchen“ lecker kaltes Cerveza trinken, erst dann haben wir in die Karte geschaut und haben lecker gegessen.
Ich konnte es mir nicht nehmen lassen so lange sitzen zu bleiben bis der spanische Gitarrist vorbeigekommen ist und seine seit Jahren gleichen Lieder gespielt hat.

Nachdem wir unseren Durst gelöscht und unseren Hunger gestillt haben machten wir und wieder auf dem Weg. Wir überlegten noch etwas zu unternehmen, aber der Strand-Spaziergang hat uns doch ganz schön geschlaucht. Also ab ins Auto und Richtung Puerto Rico. Dort angekommen haben wir es dann vorgezogen doch noch nicht ins Hotel zu fahren und haben es uns in einem netten Lokal gemütlich gemacht und den Nachmittag mit Sangria ausklingen lassen. Als wir uns aufgerafft haben dann doch hochzufahren war es inzwischen 17 Uhr gewesen. Im Hotel angekommen und vorbeigehend am Pool in Richtung Studio sah man lauter gestrandete Langusten. Langusten? Hier? Hmm, rote Körper stimmte, aber konnten Langusten sich englisch unterhalten? Die Lösung lag zum Greifen nah: Es waren Engländer, die getreu der Bratanweisung „englisch bitte“ sich den Tag über langsam aber sicher eine gesunde rote Hautfärbung angeeignet hatten. Das konnte uns nur zu Gute kommen, da wir beabsichtigten auch mal einen Pooltag einzulegen und in der Regel ist es so, wenn man viele Verbrannte am Pool sieht ist es nächsten Tag etwas ruhiger am Pool. Aber so ist es halt, echte Kerle brauchen keine Sonnencreme und was bitte ist After-Sun?

Frisch geduscht und gestyled ging es dann zum Abendessen. Laut Angebot hieß es mindestens drei Themenabende in der Woche, das allerdings scheint uns zur Zeit übertrieben, so langsam stellen wir fest, dass es abends in etwa immer das gleiche gibt, gelegentlich werden die Fleischorten gewechselt, soweit sie erkennbar sind. Das erste Mal sehne ich mich nach Rindsrouladen mit Klößen und Rotkohl. Aber egal, da müssen wir durch und kennen es so.
Nun haben wir uns in die Bar verzogen und warten ab wie das Abendprogramm wird – irgendwo hin wollen wir nicht mehr, weil sich langsam der Muskelkater breit macht nach dem Strandspaziergang – angesagt ist eine Greifvogelshow. Aber zuerst gibt es die allabendliche Kinderbespaßung. „Minidisco“ plärrt es aus den Lautsprechern und lässt die Kurzen vor Erregung auf der Bühne auf und ab hüpfen. Ja, ich denke noch 2 Abende und wir können mitsingen. Schnell noch einen Drink von der Bar holen – immerhin ist mal AI Gast! Um 22 Uhr geht es dann los, mehrere Personen mit einer Art Koffer indem Löcher sind kommen in Richtung Bühne. Ich habe mir schon gedacht, die armen Tiere…….
Und es war auch so, die Show ging los. Mein erster Gedanke war, ob es sich vielleicht um Tiere handelt die zurzeit nicht im Palmitos Park auftreten können, aber auf Nachfrage ist es so nicht gewesen. Im Anschluss konnte man sich mit einem Greifvogel fotografieren lassen. Wir „Ok machen wir“, puhhhhhhh ein drittes mal entgleisten mir die Gesichtszüge, zwei Fotos in DIN A4 sollen 20 EUR kosten, aber gut – man ist ja schließlich im Urlaub.

Nächsten Morgen nach dem Frühstück – das mir mittlerweile über beide Ohren Stand und ich am überlegen war im Oscar´s Pub zu frühstücken – die Bilder an der Rezeption vom Vorabend aus der Show abholen. Ich reiße meinen Umschlag auf und denke, hmmm Du hast dich aber verändert, hast keine Haare mehr und einen Bartwuchs und frage mich was mein Mann an mir findet. Aber nach dem zweiten hinschauen habe ich festegestellt, dass ich es doch nicht bin, also schnell zur Rezeption und wieder alles klären. So nun hatte ich endlich mein Bild, aber konnte das sein? Ich bin auch eine Languste? Ein PC Ausdruck auf schlechten Papier und dann schien es noch so als ob eine der Patronen zu Ende gegangen ist, besser gesagt die Farben waren einfach nicht mehr realitätsnah. Ein Rotstich wie er schlimmer nicht sein konnte. Erinnerungen an die gestrige Poolbelegschaft wurden wach. Nun gut zu ändern war ja nichts mehr, gut dass zu Hause Software vorhanden ist, um das Bild zu bearbeiten, um zu retten was zu retten ist.
Nun machten wir uns auf den Weg nach Puerto de Mogan. Dieses mal nicht Freitags wie sonst üblich, da mir der Markttrubel zuviel ist und der Markt nicht mehr so schön ist, seit dem er nicht mehr direkt am Hafen ist, es fehlt einfach der Charme. Ich freute mich schon riesig mittags im Captain Mogan zu essen. In Puerto de Mogan angekommen haben wir unsren Wagen im Parkhaus unterhalb des neuen Marktplatzes abgestellt, es sah aus als ob es ein sehr warmer Tag werden sollte. Da mir von dem gestrigen Strandspaziergang ganz schön die Waden weh taten stand mein Entschluss schon fest, heute Nachmittag ist Pool angesagt. Wir schlenderten gemütlich durch Puerto de Mogan und bewunderten wie immer die üppige Blütenpracht der Gassen, gleichzeitig wanderten meine Augen immer wieder suchend in die Büsche, um Katzen zu finden, die ich durchfüttern kann, wie bereits erwähnt bin ich immer mit Futter bewaffnet. Als uns langsam der Magen zu knurren anfing haben wir beschlossen, endlich meinen geliebten Captain Mogan aufzusuchen. Am Hafen angekommen und um die Ecke geschaut stellten wir zu unserem Entsetzen fest, dass es das Restaurant nicht mehr gibt! Was ist passiert? Es war doch ein so gut gehender Laden. Anstatt des Restaurants war dort nur noch ein Ramschladen mit irgendwelchen Souvenirs. Enttäuscht und immer noch hungrig liefen wir weiter um ein Restaurant zu finden das und zusagte. Alles auf dem Weg war mit Tafeln beschriftet wie „Fish & Chips“ oder auch „deutscher Kaffee und Kuchen“. Wir aber waren auf der Suche nach einem guten Fischrestaurant. Nachdem wir bereits fast alle Speisekarten studiert haben blieb nicht mehr ganz so viel übrig. Aber da, ganz am Ende unseres Weges sahen wir das………. direkt am Anlegesteg des Glasbodenbootes von Puerto Rico. Der erste Blick auf die Karte sagte uns sofort zu und ein zweiter Blick auf die Teller der schon speisenden Gäste ließ in uns den Wunsch aufkommen: Was die haben, wollen wir auch!. Wir also ein Plätzchen draußen gesucht, es war ja traumhaft schönes Wetter nur der Wind ist recht stark gewesen, aber das machte uns absolut nichts aus. Wir wurden hervorragen bedient, haben einen Brotkorb mit frischen kanarischen Tomaten und frischen Knoblauch auf den Tisch gestellt bekommen, weiterhin gab es eine Auswahl von verschiedenen Soßen wie Mojo picón, Mojo verde und Aioli. Nachdem wir davon mehr als genug genascht hatten hätte unser Hauptgang nicht mehr kommen müssen, aber kaum gedacht, schon war das Essen auf dem Tisch, frisch gegrillter Thunfisch mit papas arrugadas und einer Salatbeilage, einfach nur phantastisch.
Satt und mit einwenig gefräßiger Siestastimmung machen wir und wieder auf dem Weg zum Auto. Ich freute mich schon in meine Badesachen zu schlüpfen und am Pool einfach nur zu chillen.

Wieder im Hotel angekommen nahmen wir noch schnell einen Kaffee an der Poolbar und machten uns auf den Weg in unser Studio, um uns schnell umzuziehen und uns einen schönen Platz am Pool zu suchen. Entsprechend unserer Vermutung waren nicht viele Engländer da, die hatten sich am Tag zuvor einen Sonnenbrand geholt und lecken ihre Wunden.

Bewaffnet mit Sonnemilch, Sonnenbrille und der neuesten „Info Canarias“ ging es in Richtung Sonnenliege. Freie Liegen gab es zu Hauf, weit und breit war keiner zu sehen. Schade viel zu früh gefreut, kaum gemütlich auf der Liege, krochen wieder welche aus Ihren Löchern. Eine dreiköpfige britische Familie, alle AI, nahm die Liegen neben uns in Beschlag. Zunächst holte das Familienoberhaupt für alle Getränke und eine Runde Eis, spricht ja nichts gegen, im Anschluss verschwanden Vater und Tochter. Keine 15 Minuten später tauchten beide mit riesigen Mc Donalds Tüten auf, da war wirklich alles drinnen was die Speisekarte hergab. Das war vermutlich die Dickste Juniortüte die man sich vorstellen kann und Junior hatte Hunger! Kaum waren die Tüten leer joggte das Familienoberhaupt – den ich mittlerweile als Vogel bezeichnete der wieder Futter für sein Nest organisierte- wieder in Richtung Bar und bestellte dort eine Runde Hot Dogs für alle, nachdem diese vertilgt waren gab es noch für jeden ein Sandwich und zwei Eis oben drauf. Ich habe noch nie jemanden gesehen der innerhalb so einer kurzen Zeit sich so voll stopfte.

Dann zeterte mein Männe, wir könnten doch auch mal in den Pool. Also schickte ich ihn schon mal vor die Temperatur zu testen. Sein Quieken verriet mir, dass diese nicht weit über 20 Grad sein konnte und so stellte es sich dann auch heraus. Der Poolbesuch sollte sich als nachhaltig erfrischend herausstellen.
Nach einigen Runden im Pool nahmen wir dann aber auch noch einen Absacker an der Bar und verdrückten uns gegen 17:30 Uhr in unser Studio.
Nach dem Abendessen beschlossen wir heute nicht an einem Quiz, dass das Animationsteam angekündigt hatte teilzunehmen, gönnten und nichts desto trotz noch einen Campari-O. Ich als DSDS- und Fernsehjunky bin froh über diese Entscheidung gewesen. So konnten wir den Abend auf dem Balkon mit Fernsehen und einem leckeren Drink ausklingen lassen. In Ansehung dieses minutiös geplanten Fernseh- und Plauderabends hatten wir schon in D kleine Käsehappen und Minisalami organisiert. Zusammen mit stibitztem Brot vom Abendessen, Bier und Absacker wurde es ein lustiger geselliger Abend mit viel Geklöne und viel Gelächter – aber das muss auch mal sein. Gegen Mitternacht sind wir dann angeheitert ins Bett gefallen in Erwartung des nächsten Morgens und der Dinge die uns noch erwarten würden.


LG Julchen

Mogan Offline




Beiträge: 446

16.04.2008 22:24
#14 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

,super ich hoffe es gibt noch mehr Teile.Du hast einfach einen klasse Schreibstil. Ich könnte mir von dir durchaus ein Buch vorstellen,deine Reiseberichte kommen so herzerfrischend rüber.
Lieben Gruß Mogan,mach weiter so !!

:zunge1:Nehmt mich so wie ich bin, ich ändere mich nicht!!:zunge1:

julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

16.04.2008 22:42
#15 RE: Mein Reisebericht......... Antworten

Lieben Dank Mogan

LG Julchen

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