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Dieses Thema hat 33 Antworten
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 Urlaub auf Gran Canaria. Reiseberichte & Reiseunternehmen
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klein Offline



Beiträge: 23

21.09.2008 13:50
RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Hola,

seit wenigen Tagen sind wir wieder im herbstlichen Deutschland. Die kurzen Klamotten sind verstaut, die Fotos gesichtet und die Stunden bis zum ersten Arbeitstag werden schnell weniger.

In Gran Canaria habe ich mir einige Notizen zum Reiseverlauf gemacht und eventuell interessiert es ja den einen oder anderen hier. Heute vor 2 Wochen sind wir in GC gelandet und deshalb schreibe ich hier einfach jeden Tag einen Bericht rein, bis keiner mehr da ist

Wer nur Bilder gucken will, kann das hier tun:

http://flickr.com/photos/kleinlive/sets/72157607356610130

Das ist die Essenz aus knapp 400 Photos von Gran Canaria.

So, dann kommt auch gleich der Reisebericht vom ersten Tag

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Viva la vida en Gran Canaria

klein Offline



Beiträge: 23

21.09.2008 14:00
#2 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Gran Canaria Tag 1 - Anreise und Charca de Maspalomas

Pünktlich um 1 Uhr haben wir uns auf den Weg nach München gemacht. Eigentlich wollte ich abends noch 2-3 Stunden Schlaf tanken, aber an Einschlafen war nicht zu denken. Ich bin es einfach nicht gewohnt, vor 23 Uhr zu schlafen. Also ging es ohne Erholung auf die Reise, der Körper würde seinen Tribut schon noch fordern.

Petrus schien uns den Abschied erleichtern zu wollen. Oder warum goss es schon seit Stunden wie aus Eimern? Zum Glück hatten wir ausreichend Zeit für die Fahrt eingeplant und so kamen wir auch rechtzeitig in München am Flughafen an. Zwischenzeitlich hatte meine Frau das Steuer übernehmen müssen, Ich konnte meine Augen irgendwann nicht mehr aufhalten. Schlafen allerdings auch nicht. Wir brachten unser Gepäck an den Condor-Schalter und holten unsere Tickets. Bevor wir in die Wartezone gingen, wollten wir noch ein bisschen durch den Flughafen schlendern, aber um 4:30 Uhr war dieser wie ausgestorben. Also ab durch die Kontrolle, dahinter gab es immerhin frischen Kaffee und Wlan. So ließ sich die Zeit bis zum Boarding überbrücken.

Unser Flugzeug war eine Boeing 757, zwei Dreiersitzreihen, Kniefreiheit wie in der Deutschen Reichsbahn, eben der klassische Touristenbomber für mittellange Strecken. Immerhin hatte ich einen Fensterplatz, den ich aber an meine Frau abtrat. Bei unserem Glück war es natürlich genau über dem Flügel, also keine Sicht und Turbinenlärm. Mit 10 Minuten Verspätung ging es los und wir landeten pünktlich in Gran Canaria. Inzwischen hatte ich seit 26 Stunden nicht geschlafen.

Wir krabbelten aus dem Flieger, streckten uns und sogen die warme, feuchte Meeresluft ein. Gran Canaria kann man nicht nur sehen, sondern auch riechen. Das Meer, die Natur und eine Prise Kerosin. Die Leute drängelten sich wie Sardinen in den bereitstehenden Transferbus. Eine nette Servicemitarbeiterin gab uns den Hinweis, auf den nächsten zu warten. Aber gern doch. Im Flughafen holten wir unsere Koffer, danach ging es direkt raus und dem nächstbesten Bucher Reisen-Mitarbeiter in die Arme. Nachdem er uns gesagt hat, welcher Bus uns ins Hotel fährt, verließen wir die Halle und setzten uns in ebenjenen. Nach einer Stunde Wartezeit ging die Fahrt auch schon los. Wir sahen jede Menge Felsen, Palmen, karge Landschaften, spanische Häuser, Meer, Kakteen, Berge, Industrie und grüne Inseln im dominierenden Braun der Insel.

Als uns der Bus am Maspalomas Lago aussetzte, waren wir die letzten, die den Bus verließen. Wir holten unsere Schlüssel und suchten unseren Bungalow. 2 Zimmer, Terrasse, 2 große Pools im Innenhof. 3-Sterne-Standard. Der Glanz des Neuen hat diese Anlage längst verlassen, aber es schien sauber und zweckmäßig. Fernsehen gib es nur gegen Bezahlung, aber dafür sind wir ja nicht auf die Insel gekommen. Inzwischen war es bereits 13 Uhr. Wir würden heute sicher früh ins Bett gehen, aber die Dünen von Maspalomas wollten wir uns auf jeden Fall noch anschauen. Außerdem mussten wir um 16 Uhr den Mietwagen in Playa del Inglés holen.

Zuerst passten wir unsere Kleidung dem hiesigen Klima an. Auch wann der Himmel heute ziemlich bewölkt war, so war es doch schön warm. An der Rezeption holten wir uns dann eine Karte der Gegend und liefen los. Bereits nach ein paar hundert Metern hatten mir meine Badelatschen den Fuss aufgescheuert. Kurzerhand lief ich barfuss weiter, ich konnte nicht ahnen, das es letztlich ein gut 4 Kilometer langer Marsch wurde, bis wir um Strand ankamen. Wir wussten ja nicht, das man nicht gerade über die Dünen zum Strand laufen kann, da das ganze Gebiet davor ein großer Golfplatz ist. Am Strand selbst musste ich die Schuhe wieder anziehen, zumindest bis zum Wasser hinunter. Der Sand war einfach zu heiß, als das ein durchschnittlicher Mitteleuropäer da unbeschadet durchlaufen kann.




Charca de Maspalomas

Was danach folgte, war ziemlich lang, deswegen mach ich es hier kurz. Wir liefen den gesamten Strand entlang der Wasserlinie bis hoch nach Playa del Inglés lang, quasi einmal um die Dünen herum. Dort verließen wir den Strand ca. auf Höhes des Mc Donalds und gingen weiter bis zu Autovermietung im Hotel Sandy Beach. Ich glaube, wir sind gute 10 bis 12 km am Stück gelaufen, und das nach einer Anreise, die 15 Stunden zuvor in der verregneten Stuttgarter Nacht begonnen hat. Zu diesem Zeitpunkt war ich 31 Stunden ohne Schlaf.

Wir hatten bei Top Car Autoreisen einen Toyota Yaris reserviert, bekamen jedoch einen älteren Opel Corsa. Das fand ich etwas ärgerlich, denn der Corsa ist einfach kein schönes und angenehm zu fahrendes Auto. Ja ich weiß, im Kleingedruckten steht, das man auch ein Auto der gleichen Fahrzeugklasse bekommen kann. Aber wozu suche ich mir vorher extra ein Auto aus? Doch nicht, um dann ein ganz anderes zu bekommen. Das bestellte Auto sollte dann auch für den Kunden reserviert sein, und nicht irgendein anderes. Also kein Fehler der Autovermietung, sondern wohl (leider) gängige Geschäftspraxis bei den Mietwagen. Nunja, beim nächsten mal wissen wir Bescheid und lassen uns den Fahrzeugtyp fest zusichern.

Die ersten Meter im spanischen Verkehrsgetummel waren gewöhnungsbedüftig. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele Taxifahrer uns vor, im, und nach einem der unzähligen (zweispurigen) Kreisverkehre angehupt haben. Aber irgendwann hatten wir das System begriffen und es ging. Wir fuhren noch kurz beim Yumbo Einkaufszentrum vorbei, um mir ein paar andere Schuhe für mich zu kaufen. Damit war ich erfolgreich und im dortigen Sparmarkt nahmen wir noch ein paar Kleinigkeiten zu Essen mit. Die Preise sind saftig, das ist eben alles deutsches Zeug, was teuer importiert werden muss. Wir nahmen uns vor, den Rest in einem „richtigen“ spanischen Supermarkt einzukaufen.

Nach dieser Anstrengung kam uns die hoteleigene Poollandschaft wie gerufen. Wir schwammen ein paar Runden und brutzelten noch ein wenig in der Sonne. Den ersten Tag in Gran Canaria ließen wir mit einem Spaziergang zum nahegelegenen Shopping Center Faro 2 ausklingen. Da Sonntags war, hatten die meisten Geschäfte zu. Aber die unzähligen Restaurants nicht. Wer darauf steht, alle paar Meter von Kellnern angequatscht zu werden, welche einen in ihre Lokale locken möchten, wird hier sicher glücklich. Allerdings gaben sich die meisten mit einem „no“, „not yet“ oder "tomorrow, maybe“ zufrieden. Gegen 22 Uhr lagen wir im Bett und und nach 38 Stunden fand ich innerhalb weniger Sekunden meinen Schlaf.

Originalartikel: http://www.travellingjack.net/2008/09/gr...und-charca.html

Morgen gehts dann weiter mit dem 2. Tag

[ Editiert von klein am 21.09.08 15:30 ]

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Barbara GC ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2008 14:16
#3 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Danke für deinen ausführlichen Bericht, hast dir ja richtig Arbeit und Mühe gemacht

sehr schöne Fotos

Gruß
Barbara

- Sanny - Offline




Beiträge: 21.836

21.09.2008 14:48
#4 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

hola.
habe gerade ausführlich deinen bericht gelesen. echt toll, dankeschön... und die fotos *WOW*

Admins + Moderatoren betreuen das Forum in ihrer Freizeit, alles ist freiwillig. Bitte macht uns die Arbeit so angenehm wie möglich.

Erfahrung heißt garnichts!
Mann kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.


Liebe Grüße Sanny

www.notkleintiere.de

Insel-Charly ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2008 16:26
#5 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Sehr gut geschrieben und mit offenen Augen das Schöne und auch weniger positive gesehen.
Interessant mehr zu lesen Sein Reisebloq ist auf jeden Fall einen Besuch wert
Die Fotos zeigen eine Menge erstklassiger Aufnahmen.
Weiter so.
Schade das die Beiträge hier so schnell nach hinten verschwinden

klein Offline



Beiträge: 23

21.09.2008 19:04
#6 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Danke für euer Lob, das spornt doch an Die Tage 2-4 habe ich eben fertig gestellt. Diese erscheinen dann Tag für Tag 6 Uhr in meinem Blog travellingjack.net. Da ich den HTML-Code leider nicht direkt fürs Forum verwenden kann, stelle ich die Berichte nach der Anpassung hier im Laufe des jeweiligen Tages rein.

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julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

21.09.2008 19:10
#7 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Sehr schöner Bericht
Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung.
Man muss es wirklich zu schätzen wissen wenn sich jemand so die Mühe macht seine Erlebnisse aufzuschreiben.

LG Jule

klein Offline



Beiträge: 23

22.09.2008 10:26
#8 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

So, weiter geht es mit dem Montag vor 2 Wochen:

Gran Canaria Tag 2 - Dunas de Maspalomas und Faro

Um das Frühstück nicht zu verpassen, hatten wir uns einen Wecker gestellt. Das war aber gar nicht nötig, ein paar Neuankömmlinge weckten uns pünktlich, als sie mit ihren Rollkoffern über das Kieselsteinpflaster vor unserem geöffneten Fenster vorbeifuhren.

In Gran Canaria war dieser Tag ein Feiertag (Virgen del Pino) und so machten wir das gleiche, wie die meisten Spanier an diesem Tag: wir gingen zum Strand. Da wir uns den Leuchtturm von Maspalomas anschauen und einige Photos machen wollten, fuhren wir erst mit Kamera, aber ohne Badesachen zum Strand. Es war uns zu riskant, die Sachen während des Badens im Mietwagen zu lassen. Der Faro ist ja nicht zu übersehen und daher leicht zu finden. Vom Parkplatz aus läuft man an einem sehr breiten, aber völlig ausgetrockneten, künstlichen Flussbett vorbei. Wer möchte, kann dieses überqueren und von dort mit den Kamelen, die eigentlich Dromedare sind, über die Dünen reiten. Wenns schön macht.





Das ganze Areal um den Leuchtturm ist wie in Playa del Inglés voll mit Bars, Restaurants, Shops, Souvenir-Klitschen und Hotels. Wir haben uns nicht lange aufgehalten, unsere Photos gemacht und sind wieder zurück zum Hotel, unsere Badesachen holen. Danach postwendend wieder zurück und auf zum Strand. Ein schönes freies Plätzchen war schnell gefunden. Durch die Größe des Strandes findet man selbst bei Hochbetrieb immer ausreichend Platz. Die Zeit bis zum späten Nachmittag verbrachten wir abwechselnd mit wasser- und sonnenbaden. Phantastisch, ein wunderschöner flacher Sandstrand, kaum Steine und eine tolle Dünenlandschaft im Rücken. Das ist Urlaub. Zurück im Hotel duschten wir uns den Sand vom Körper und fuhren anschließend zur Strandpromenade nach Playa del Inglés. Schön ist das nicht, aber man muss wohl mal gesehen haben, was Massentourismus so anrichtet. Nun gut, wer vom Strand, Hotel, Bars, Discos und sonstige Vergnügungen alles auf ein paar Hektar haben möchte, der ist hier genau richtig. Die Bars sind fest in deutscher oder britischer Hand.



Wir versorgten uns kurz bei McDonald's und machten uns dann auf zu einer kleinen abendlichen Tour nach Puerto Rico. Ein kleines Tal, dessen Wände bis zur Oberkante mit Bettenburgen und Bungalows zugebaut wurden. Diverse Centro Commerciale und einen Wasservergnügungspark haben wir gesehen. Ansonsten das übliche Touristeneinerlei, zumindest auf den ersten Blick. Aber auch Puerto Rico hat sicher seine schöne Flecken, man muss sie nur kennen. Den restlichen Abend saßen wir auf der Terrasse, genossen den lauen Abend in der untergehenden Sonne und ich schrieb den ersten Teil unseres Reiseberichtes.

Originalartikel: http://www.travellingjack.net/2008/09/gr...maspalomas.html

Morgen geht es dann weiter mit Tag 3, da passiert dann auch etwas mehr.

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klein Offline



Beiträge: 23

23.09.2008 10:23
#9 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Gran Canaria Tag 3 - Las Palmas



Nach einem kurzen Termin mit unserem Reiseleiter, welcher uns mit ein paar Tips und Hinweisen versorgte, sollte es heute in den Norden, genauer gesagt in die Hauptstadt Las Palmas del Gran Canaria gehen. Auf dem Programm standen die Casa de Colón, die Altstadt, der Hafen und der Playa de las Canteras. Entfernungen sind auf Gran Canaria eher relativ und so kamen wir auch ziemlich schnell in der Hauptstadt an. Direkt vor dem Mercado de Vegueta ließ uns ein freundlicher Polizist auf einen Parkplatz. So mussten wir nicht lange suchen und konnten gleich in die Altstadt auf der Suche nach der Casa de Colón gehen. Unsere Karten gaben nicht so viel her und so bemühte ich heute nicht zum letzten mal die GPS-Funktion meines iPhones. Also schnell orten lassen und dann „ Casa de Colón“ in die Suche eingegeben. Das hat Google Maps auf Anhieb gefunden und wie wir sahen, war das Haus nur 200 Meter entfernt.


Case de Colón

Wir haben das Gebäude, in welchem Kolumbus vor seiner Reise nach Amerika dem damaligen Gouverneur seine Aufwartung gemacht haben soll, dann auch sehr schnell gefunden und uns von innen wie außen angeschaut. Das Museum zeigt viele Exponate aus der Zeit Kolumbus‘, Nachbauten aus dem Inneren seiner Schiffe, Gemälde, Infos zur Geschichte und Entstehung Las Palmas‘ und eine Ausstellung mexikanischer Fundstücke. Der Eintritt ist lobenswerterweise kostenlos und das Museum auf jeden Fall einen Besuch wert.


Casa de Colón - Innenhof

Von hier aus liefen wir weiter vorbei an der Catedral de Santa Ana durch die Altstadt Richtung Norden, immer parallel zur Küstenlinie. Viele schöne Häuser im typischen Kolonialstil sind hier zu finden, man hat nicht das Gefühl, in einer Großstadt unterwegs zu sein. Je weiter wir kamen, desto moderner und nicht immer schöner wurden die Gebäude. Auf Höhe der Hafenanlagen wechselten wir auf den Gehweg direkt am Meer - die Avenida Maritíma del Norte. Von hier kann man erst die Frachter im Güterhafen bestaunen. Tausende Container stapeln sich hier in allen möglichen Farben. Später wird man hunderte Segelboote und Yachten finden, im Blickfeld immer die beiden Vulkangipfel von Las Isleta im Norden der Stadt.






von oben nach unten: Frachter im Hafen - Yachthafen - Avenida Maritíma del Norte

Zu Fuß ist man ziemlich lange unterwegs, aber wir hatten ja Zeit. Auf Höhe des Yachtclubs bogen wir von der Avenida Maritíma del Norte nach links ab und liefen westlich durch die Shoppingmeile von Las Palmas mit seinen Kaufhäusern und unzähligen Geschäften Richtung Strand. Dank iPhone und Google Maps fanden wir immer problemlos die richtige Straße.


Unsere Straßenkarte

Am Ende ging es geradewegs durch ein paar schmale Straßen vorbei an diversen Baustellen, bis man irgendwann das Meer durch die wenigen Hauslücken durchschimmern sieht. Und dann standen wir auf einmal am Strand. Laut National Geographic einer der schönsten Stadtstrände der Welt. Nun ja, es ist sicher ganz nett dort, aber es gibt bestimmt auch deutliche schönere. Allerdings sah man von unserem Standpunkt aus auch nicht den gesamten Strand, dieser ist doch relativ lang und zieht sich wohl fast hoch bis zur Las Isleta.


Playa de las Canteras


Las Isleta

Wir jedenfalls hielten uns nicht lange auf und machten uns auf den Rückweg. Zu Fuß natürlich. So sieht man einfach mehr von der Stadt, aber man sollte das Laufen auch gewohnt sein, sonst kann es sehr anstrengend werden. Wir sammelten auf jeden Fall fleißig Kilometer. Auf der Rückfahrt hielten wir noch in San Fernando und versorgten uns im dortigen Mercadona-Supermarkt mit Lebensmitteln. Wir haben schließlich nur Frühstück gebucht und müssen morgen fit sein für die nächste Tour. Vor dem Essen haben wir noch ein paar Runden im Pool gedreht. Da die Ferien vorbei sind und die Spanier alle wieder arbeiten müssen, ist die Anlage deutlich leerer als am Wochenende. Deutsche sind hier fast gar nicht anzutreffen. So darf Urlaub sein.

Originalartikel: http://www.travellingjack.net/2008/09/gr...las-palmas.html

[ Editiert von klein am 23.09.08 11:16 ]

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Insel-Charly ( gelöscht )
Beiträge:

23.09.2008 11:29
#10 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Zitat
Gepostet von julchen1970
Sehr schöner Bericht
Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung.
Man muss es wirklich zu schätzen wissen wenn sich jemand so die Mühe macht seine Erlebnisse aufzuschreiben.

LG Jule


Mir geht es ebenso
Jule!!!! Bald bist Du ja auch wieder dran

julchen1970 Offline



Beiträge: 1.825

23.09.2008 14:56
#11 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Zitat
Gepostet von Insel-Charly

Zitat
Gepostet von julchen1970
Sehr schöner Bericht
Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung.
Man muss es wirklich zu schätzen wissen wenn sich jemand so die Mühe macht seine Erlebnisse aufzuschreiben.

LG Jule


Mir geht es ebenso
Jule!!!! Bald bist Du ja auch wieder dran




Ja Charly, in 27 Tagen darf ich wieder

LG Jule

klein Offline



Beiträge: 23

24.09.2008 11:00
#12 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Sodele, und weiter geht es heute mit

Gran Canaria Tag 4 - Delphine - Puerto Mogan - Barranco de Fataga - Castillo del Romeral


Photo: Puerto Rico

Unser Reiseleiter hatte uns den Tip gegeben, eine Bootstour mit der „Spirit of the Sea“ in Puerto Rico zu buchen. Die haben Geräte an Board, um Wale und Delphine zu orten und mit etwas Glück bekommt man diese dann auch zu Gesicht. Ein Teil der Einnahmen wird an Walforscher verteilt. Etwas fürs Auge und etwas für einen guten Zweck, das machen wir. Die Touren beginnen täglich um 10 Uhr, 12:30 Uhr und 15 Uhr. Wir verzichteten auf Buchung beim Reiseleiter und den Bustransfer und fuhren frühs um 9 Uhr selbst die kurze Strecke nach Puerto Rico. Ein Parkplatz war schnell gefunden und der Hafenbereich, in welchem die Ausflugs- und Hochseefischereiboote liegen, ist gut ausgeschildert. Wer ein wenig die Augen offen hält, kann die „Spirit of the Sea“ nicht verfehlen. Vor fast jedem Boot ist ein Stand, an dem man den Trip buchen oder sich einfach nur informieren kann. Wir sind also zu dem netten Mann und kauften 2 Tickets für die nächste Fahrt. Danach hatten wir noch etwas Zeit und schauten uns die unzähligen Glas-Bottom-Ferries und Blue-Marlin-Angelboote an. Sicher auch mal interessant, dabei zu sein, wenn ein Angler mit so einem Riesenfisch kämpft.


Photo: Hafenausfahrt Purto Rico

Wir gingen pünktlich an Bord und verließen den Hafen von Puerto Rico. Das Boot fuhr mit konstant 10,8 Knoten (20 Km/h) raus auf das Meer. Die Sonne stand noch nicht so hoch und zusammen mit dem Fahrtwind war es angenehm kühl. Das Boot kreuzte die Wellen und schaukelte dabei nicht wenig. An Bord herrschte eine angenehm entspannte Atmosphäre, man saß herum, versorgte sich mit kostenlosen (alkoholfreien) Getränken und genoss die Sonne und das Meer. Nach fast einer Stunde sah ich dann in ca. 500 Meter Entfernung die ersten Delphine durchs Wasser springen. Fast zeitgleich kam auch der Hinweis von der Besatzung, die Kameras bereit zuhalten.



Wir verlangsamten die Fahrt und starrten alle angestrengt auf das Wasser. Auf einmal waren die Delphine überall. Mal alleine, mal in Zweier- und Dreiergruppen und manchmal ein ganzes Rudel. Einige kamen direkt bis an das Boot, schwammen knapp unter der Oberfläche neben dem Boot oder sprangen aus dem Wasser. Eine Delphinmutter mit ihrem Baby, welches ihr nicht von der Seite wich, war auch dabei. Das Wasser war dabei unglaublich ruhig und klar. Dieser Szenerie hielt ca. 15 Minuten und das Gesehene ist nur schwer zu beschreiben. Ich kann jedem empfehlen, diesen phantastischen Trip mitzumachen, wenn man auf Gran Canaria ist. Unaufhörlich knipsten die Kameras - das sind doch mal Fotos, mit denen man bei den zuhausegebliebenen Eindruck schinden kann. Wir haben natürlich auch unzählige PHotos gemacht, ich zeige hier mal nur eine kleine Auswahl, alles andere würde sonst den Rahmen sprengen:









Die Besatzung ortete auf einmal einen Wal, welcher in der Nähe schwamm und so drehten wir und fuhren zurück Richtung Küste, wo sich der Wal aufhalten sollte. Nach ein paar Minuten sahen wir in der Ferne den Blas, das Wasser, welches der Wal beim Ausatmen an der Oberfläche austößt. Danach verschwand er wieder ungesehen im Wasser. Doch das Echolot verriet ihn und so folgten wir dem Wal. Kurz darauf tauchte er nochmal auf und wir sahen das gewaltige Tier durch die Fluten schwimmen. Ein kurzer Wink mit der Schwanzflosse, dann tauchte er wieder ab und ward nicht mehr gesehen. Zumindest von uns nicht. Sehr eindrucksvoll aber leider zu kurz, um ein schönes Photo zu machen. Die Rückfahrt zum Hafen nutzten wir zum Sonnenbaden, aufgrund des Windes war die Sonne kaum spürbar, aber dennoch sehr wirkungsvoll. Guter Sonnenschutz ist auf so einer Tour unbedingt angebracht.


Photo: Puerto Rico von der Meerseite

Zurück im Hafen holten wir uns in einem winzigen Sparmarkt eine Kleinigkeit zu essen. Da wir schon in der Nähe waren, fuhren wir weiter nach Puerto Mogan. Der Hafen gehört zu der landeinwärts gelegenen Stadt Mogan und soll sehr schön sein. Dazu fährt man von Puerto Rico über viele abenteuerliche Serpentinen durch die Berge. Als Beifahrer kann man eine teils atembeaubende Aussicht genießen, als Fahrer darf man keine Sekunde die schmale, kurvige Straße aus den Augen lassen. In Puerto Mogan parkten wir direkt am Hafen und schlenderten durch die kleinen Gassen zu den Anlegestellen. Viele kleine Segelboote und Yachten liegen hier vor Anker, auch das eine oder andere Fischerboot, vollbeladen mit Reusen, kann man hier noch finden.


Photo: Segelyacht in Purto Mogan


Photo: Fischerboot

Wer zwischen den niedrigen Häusern durchschlendert und dabei alle paar Meter eine kleine Brücke überquert, der weiß, warum Puerto Mogan als Klein Venedig von Gran Canaria gilt. Hier stören keine Bettenburgen die Sicht auf die Landschaft und auch von den sonst unvermeidlichen Centro Comerciales bleibt man zum Glück verschont. Eine schöne Folge der späteren touristischen Erschließung. Ich hoffe das bleibt so, der Ort ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir kauften noch ein paar Postkarten und fuhren dann zurück über die Serpentinen nach Maspalomas, manchmal nur einen halben Meter von dem Abgrund entfernt. Sehr spannend!


Photo: Hafenviertel in Puerto Mogan

Nachmittags wollten wir uns die Barranco de Fataga ansehen, die größte Schlucht Gran Canarias. Uns war der Name Fataga ein Begriff durch die Finca Barbara hier aus dem Forum. Da wollten wir natürlich auch mal sehen, wo die Barbara lebt. Man erreicht die Schlucht direkt von Playa del Inglés aus, Fataga ist ausgeschildert. Bereits nach ein paar Kilometern Fahrt lohnt es sich, mal anzuhalten und ein paar Meter Richtung Schlucht zu laufen. Hier bietet sich eine grandiose Aussicht in ein tiefes Tal, welches sich zur Küste hin öffnet. Auch die Dünen von Maspalomas kann man von hier überblicken. Fährt man weiter, erreicht man nach unzähligen Serpentinen und vermutlich mit einer Schlange überholwilliger Spanier im Schlepptau einen hochgelegenen Aussichtspunkt mit einer Plattform und einem kleinen Parkplatz. Für alle mit Kamera - aber natürlich auch ohne - ist dies ein absoluter Pflichtbesuch. Atemberaubend schroffe und steil aufsteigende Wände, spitze, fast senkrechte Berge und Gesteinsformationen, ein tiefes Tal, dazwischen schlängelt sich die schmale Straße, am Grunde des Canyons eine grüne Palmenoase, eine wahrhaft umwerfende Landschaft.






Photos: Barranco de Fataga

Aber es geht weiter und so kämpfen wir uns Haarnadelkurve um Haarnadelkurve weiter, vorbei am Palmental und der Kamelstation in Arteara und landeten irgendwann tatsächlich in Fataga. Ein idyllisches, aufwändig restauriertes Dorf mit den klassischen kanarischen Häusern, kleinen bunten Gärten und einer Kirche. Nach dem staubigen, braunen Barranco ist Fataga mit seinen Palmen, Kakteen, Blumen und Sträuchern geradezu eine grüne Oase. Ein sicher sehr schöner Fleck zum Leben, aber die Anfahrt...



Wir waren zu diesem Zeitpunkt doch recht müde und so nahmen wir den nicht weniger anstrengenden Rückweg in Angriff. Leider haben wir völlig vergessen, ein paar Photos von Fataga zu machen. Nach einem Abstecher in den HiperDino-Supermarkt von San Fernando haben wir unsere staubigen Körper in den hoteleigenen Swimmingpool überführt. Erfrischend!

Unser Abendausflug hat uns heute spontan nach Castillo de Romeral geführt. Hier wird in der Nähe derzeit an einem Gefängnisneubau gearbeitet, welcher zu scharfen Protesten der Bevölkerung geführt hat. Wir waren neugierig, wie es dort aussieht. Vorbei an einer Kartbahn und einem kleinen Flugplatz erreicht man den Ort etwas abseits der Autobahn GC1. Castillo del Romeral teilt sich in einen ursprünglichen und einen komplett neu gebauten Ortsteil. Dieser besteht aus jeder Menge gleich aussehenden Einfamilienhäusern. Am Kieselstrand versuchten ein paar Angler ihr Glück in der Abendsonne, Kinder planschen im Wasser. In den Straßen sitzen ein paar Frauen zusammen und schwatzen. Eine friedliche Atmosphäre. Die Aussicht wird bestimmt von den Windrädern des nahegelegenen Windradparks. Die Baustelle des Gefängnisses haben wir nicht gesehen oder nicht erkannt. Meines Wissens nach steht da auch noch nichts. Die Protestsprüche an den Hängen entlang der Autobahn sind jedoch nicht zu übersehen. Nach einem kurzen Strandbesuch fahren wir zurück ins Hotel und streichen für heute die Segel.

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Viva la vida en Gran Canaria

Barbara GC ( gelöscht )
Beiträge:

24.09.2008 11:23
#13 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten



Danke für deinen schönen und ausführlichen Bericht, wunderschöne Fotos, besonders von den Delfinen

ja die Anfahrt nach Fataga hat es in sich, es sind 153 Kurven, wenn viel Verkehr ist, ist es weniger lustig.

Gruß
Barbara

Pio Pio Offline




Beiträge: 1.541

24.09.2008 13:55
#14 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten

Lesens- und sehenswert! Danke dafür.

BTW: flickr.com ist eine feine Sache. Habe es erst vor kurzem für mich entdeckt. Im Gegensatz zu anderen Fotocommunities irgendwie angenehmer.

Mogan Offline




Beiträge: 446

24.09.2008 16:26
#15 RE: Mein Urlaub auf Gran Canaria - Reiseberichte Antworten


Auch ich möchte Danke sagen für die wunderschönen Bilder und die ausführlichen Berichte. Ich freue mich auch schon auf den nächsten Teil.
Lieben Gruß Michaela

:zunge1:Nehmt mich so wie ich bin, ich ändere mich nicht!!:zunge1:

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