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 Politik & Wirtschaft auf Gran Canaria / Kanaren und weltweit
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zauberin60 ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2006 22:24
#106 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Teneriffa - 24 Chinesen 10 Tage im Öltank überlebt
Santa Cruz, 13.06.2006

Die 24 Chinesen die am Samstag in einem Container-Schiff im Hafen von Santa Cruz gefunden wurden, haben nach ersten Untersuchungen mehr als 10 Tage in einem Öltank verbracht. José Segura, Delegierter der Regierung, spricht im Zusammenhang der Operation "Yu" von völlig unmenschlichen Bedingungen. Sechs Seeleute wurden bei der Aktion festgenommen. Für Segura ist dieser Fund kein Zufall, sondern wurde professionell vorbereitet. Die Seeleute stehen im Verdacht während der vergangenen zwei Jahre mehrmals das Schiff für illegale Personentransporte benutzt zu haben.

Barbara GC ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2006 22:49
#107 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

:negativ::negativ:

da fehlen mir echt die Worte

bin einfach nur entsetzt

Gran Canaria Forum Offline




Beiträge: 21.836

19.06.2006 13:44
#108 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

15.September 05

Gleich 3 Holzboote

mit illegalen Einwanderern gelangten am Dienstag an die touristische Südküste unserer Insel
42 Flüchtlinge wurden von der Polizei aufgegriffen, nachdem sie bereits an Land waren.Eines der Boote erreichte die Küste bei Puerto Rico, ein zweites die bei Meloneras und das dritte Tarajalillo am Aeroclub.

26.September

Immigranten


18 illegale afrikanische Einwanderer ertranken Ende vergangener Woche in den Fluten des Atlantiks vor der afrikanischen Küste,als ihr Holzboot von einer großen Welle erfasst wurde und kenterte. Nur 4 Insassen überlebten das tragische Unglück, die meisten konnten nicht schwimmen und ertranken qualvoll. Die Angaben wurden inzwischen von der marokkanischen Gendarmerie bestätigt. Mehr Glück hatten die 4 Insassen eines zweiten Holzbootes. Sie erreichten wohlbehalten die rettende Küste von Gran Canaria am Freitag im Süden beim Aeroclub und wurden von der Guardia Civil vorläufig festgenommen.

4.Oktober 2005

Flüchtlingswelle

Spanien erlebte an diesem Wochenende eine der grössten Flüchtlingswellen in diesem Jahr. 270 Immigranten wurden auf den Kanaren und in Südspanien aufgegriffen, 5 Menschen sind ums Leben gekommen und weitere 19 werden vermisst. Vor Fuerteventura ist am Samstag eine *patera* gesunken, von den 14 Immigranten, die sich an Bord des Holzbootes befanden, fehlt bislang jede Spur. Die Polizei hat die Suchaktion heute früh eingestellt.

12.10.2005

Am vergangenen Wochenende sind wieder mehrere afrikanische Immigranten an den Küsten der Kanarischen Inseln angekommen



5 Flüchtlingsboote, 2 auf Gran Canaria, 2 auf Fuerteventura und 1 auf Lanzarote erreichten die Inseln, 69 Immigranten

wurden von der Polizei aufgegriffen, viele konnten untertauchen. Auf Gran Canaria fanden Strandbesucher am Sonntag morgen eine *patera* an der Playa de Tarajalillo, in der Nähe des Aeroclub, am Samstag hatte die Polizei bereits ein leeres Holzboot an einem Strand in Arinaga gefunden. Im Rahmen einer Suchaktion wurden im Laufe des Tages 9 Flüchtlinge aufgegriffen, unter ihnen 2 Jugendliche. In Brüssel beginnen heute die Verhandlungen mit der EU über Massnahmen gegen die Immigration vom afrikanischen Kontinent. Spanien, hat nach dem Flüchtlingsdrama in den beiden Exklaven Melilla und Ceuta erneut um Hilfe der von der europäischen Union gebeten.

27.Oktober 05

Am Strand von Meloneras ist gestern früh ein Flüchtlingsboot angekommen
Die Immigranten gelangten in einem ca. 12 m langen mauritanischen Fischerboot auf die Insel,
sie wurden von der Guardia Civil bereits erwartet.
An Bord des Bootes waren 22 Immigranten, das Schiff wurde gegen 7.30 Uhr morgens von der Küstenwache entdeckt.

21.November 05

Eine "patera" mit 36 illegalen Immigranten erreichte gestern abend den Strand von Maspalomas. Kurz nach 19 Uhr entdeckten Gäste vom Centro Comercial Oasis das Flüchtlingsboot, ein Kellner verständigte die Polizei. 36 Afrikaner dürften an Bord des Holzbootes angekommen
sein, lt. Angaben von Urlaubern wechselten die Afrikaner hinter dem Kiosk Nr. 1 rasch ihre Kleidung und verschwanden danach in der Dunkelheit. Die Polizei konnte im Rahmen einer grossen Suchaktion 24 Flüchtlinge festnehmen, 12 dürften untergetaucht sein.
Auch auf Fuerteventura sind am Wochenende wieder Flüchtlingsboote angekommen. 2 pateras mit insgesamt 76 Immigranten wurden dort am Samstag von der Küstenwache aufgegriffen.

2.November 05

Flüchtlingsboote auf Gran Canaria und Fuerteventura

Erneut erreichten drei Flüchtlingsboote die Kanaren, zwei Boote kamen auf Fuerteventura an, eines erreichte Gran Canaria. In der Nacht von Sonntag auf Montag (31.10.2005) landete ein 6 Meter Boot in Playa de Vargas (Gemeindegebiet Agüimes) an. Als die Beamten der Guardia Civil eintrafen, hatten sich die Insassen der Patera bereits vom Strandgebiet entfernt. Fünf Patroulienfahrzeuge suchten das Gelände weiträumig ab - Mit Erfolg - Im Morgengrauen gelang es den Beamten die 9 Insassen des Flüchtlingsbootes zu stellen. Es handelt sich hierbei um 5 erwachsene Männer im Alter zwischen 19 und 36 Jahren, sowie 4 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren.

Am selben Tag erreichten 36 afrikanische Flüchtlinge, darunter 3 Frauen die Kanaren-Insel Fuerteventura. Die Patera wurde bereits vor Erreichen der Küste vom SIVE - System (elektronisches System zur Überwachung der Außengrenzen) entdeckt. Ein Patroulienboot der Guardia Civil begleitete das Flüchtlingsboot bis zum Hafen von Gran Tarajal (Gemeindegebiet Tuineje), wo sich Mitarbeiter des Cruz Roja (Rotes Kreuz) um die Flüchtlinge kümmerten.

Einen Tag später, am 01.11.2005, war es erneut das Radar des SIVE - Systems, welches ein weiteres Flüchtlingsboot 1.5 Meilen vor der Küste von Fuerteventura ausgemacht. Als das Patroulienboot 'Báltico' sich der Patera näherte, begannen die 40 Migranten auf sich aufmerksam zu machen. Das Boot war völlig überladen und drohte auseinander zu brechen. Die 'Río Guadalope', ein weiteres Patroulienboot kam hinzu und nahm die völlig erschöpften Flüchtlinge an Bord. Im Hafen von Puerto del Rosario angekommen erhielten die Migranten von Mitarbeitern des Cruz Roja (Rotes Kreuz) trockene Kleidung, sowie Nahrungsmittel und Wasser.

29.10.05

Izquierdo - Flüchtlingsboot Drogen an Bord?

Kanaren Nachrichten 29.10.2005 Gran Canaria, Pozo Izquierdo - Flüchtlingsboot in Pozo Izquierdo, hatten die Migranten Drogen an Bord? - Am Morgen des gestrigen Freitag (28.10.2005) konnten Beamte der Guardia Civil in Pozo Izquierdo (Gemeindegebiet Santa Lucia) 5 Marokkaner festnehmen, welche kurz vorher mit einer Patera angelandet waren. Anwohner hatten die Polizisten auf die Ankunft des Flüchtlingsbootes hingewiesen. Den Beamten gelang es in unmittelbarer Nähe des Anlandeplatzes fünf marokkanische Immigranten zu stellen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Bootes, sowie der gestellten Personen, stellten die Beamten Spuren von Rauschgift fest.

Es wird vermutet, daß die Migranten auf der Patera Drogen mitführten, die nun im Gelände versteckt wurden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß ausser den fünf gefassten Migranten noch mehrere Personen an Bord waren und diese mit dem Rauschgift entkommen sind.

Die Beamten setzten einen Drogen-Spürhund ein, der die Vermutung, daß Drogen an Bord waren erhärtete. Das Gelände wird nun mit Suchhunden nach Rauschgift abgesucht. Weiterhin läuft eine Fahndung nach eventuellen weiteren Bootsinsassen.

15. Oktober 05

Gran Canaria, Castillo del Romeral



Zweites Flüchtlingsboot im Hafen von Castillo del Romeral innerhalb weniger Tage - Nach der Patera vom vergangenen Dienstag erreichte gestern (14.10.2005) erneut ein Flüchtlingsboot mit insgesamt 17 illegalen Einwanderen den Hafen von Castillo del Romeral.

Das Boot wurde gegen 09:55 Uhr am gestrigen Freitag ca. 3 Meilen vor Bahia Feliz von einem Fischer entdeckt, welcher daraufhin die Behörden informierte. Beamte der Policia Nacional, sowie Guardia Civil positionierten sich im Hafengebiet von Castillo del Romeral um die Bootsinsassen in Empfang zu nehmen.Eine knappe Stunde später, kurz vor 11:00 Uhr, kam die Patera im Hafengebiet an und alle 17 immigranten wurden beim Aussteigen aus dem Boot von den Beamten verhaftet.Es handelt sich bei den Migranten um erwachsene Nordafrikaner. Alle 17 haben die Überfahrt den Umständen entsprechend gut überstanden und wurden derweil in das Büro der Policia Nacional nach Maspalomas gebracht.

07. 12.05

Auch zu Beginn dieser Woche sind auf Gran Canaria wieder illegale, afrikanische Immigranten angekommen. In der Nacht zum Dienstag hat die Küstenwache ein Flüchtlingsboot auf dem Radar entdeckt, die "patera" mit 38 Immigranten an Bord wurde in den Hafen von Arguineguin geschleppt.
Eine zweite "patera" fand die Polizei gestern früh an einem Strandabschnitt vor Playa del Aguila. Das Holzboot lag verlassen an der sogenannten Playa de Pirata, in einer Grossaktion hat die Polizei 12 Immigranten, die vermutlich mit diesem Boot angekommen waren, festgenommen, lt. Zeugenaussagen befanden sich 16 Flüchtlinge an Bord.
Der spanische Aussenminister Miguel Angel Moratinos hat währenddessen eine Einigung mit dem Präsidenten von Ghana, John Kufuor, über die Auslieferung und Wiedereinbürgerung von Flüchtlingen aus dem westafrikanischen Land getroffen. Unterzeichnet wurde ein Abkommen im Rahmen eines Staatsbesuchs des ghanesischen Präsidenten in Madrid.

12.12.05

89 illegale afrikanische Immigranten wurden während des vergangenen Wochenendes an den Küsten der Kanaren aufgegriffen. 1 Flüchtlingsboot wurde vor Lanzarote aufgegriffen, 3 auf Gran Canaria. Eine weitere "patera" mit 12 Insassen wurde gestern abend etwa 3 Meilen vor dem Leuchtturm von Maspalomas mit dem Rettungshelikopter geborgen, die Besatzung in dem kleinem Holzboot war in Seenot geraten.

14.12.05

Auch gestern sind wieder Flüchtlingsboote auf den Kanaren angekommen, 1 "patera" mit 17 Immigranten an Bord erreichte Santa Cruz de Teneriffa, eine zweite mit mehr als 20 Flüchtlingen wurde kurz vor Puerto Rico, im Süden Gran Canarias, auf dem Radar entdeckt. Die Immigranten mussten zum Grossteil ärztlich versorgt werden. Durch die stürmische See waren sie weit von ihrem geplanten Kurs abgekommen.

22.12.05


Auf Teneriffa wurde gestern wieder ein Flüchtlingsboot aufgegriffen. Die "patera" mit 61 Immigranten an Bord wurde vom Radar der Küstenwache entdeckt und noch vor Erreichen der Insel beschlagnahmt. Die Zahl der illegalen Immigranten, die in dieser Woche die Kanaren erreicht haben, steigt damit auf 224 an.

30.12.05

Die Flüchtlingswellen aus Afrika halten weiter an. In den letzten 4 Tagen sind 184 illegale Immigranten an den Ständen der Inseln aufgegriffen worden, auch gestern kamen wieder Flüchtlingsboote auf den Kanaren an. Eine "patera" mit 32 Flüchtlingen an Bord wurde vor der Insel La Gomera aufgegriffen, im Gemeindegebiet von San Bartolomé de Tirajana kam eine "patera" mit 12 Insassen an.

28.02.06

162 afrikanische Immigranten haben gestern die Kanarischen Inseln erreicht, 4 Flüchtligsboote sind auf Teneriffa und Gran Canaria angekommen. Darunter auch jene "patera" die am Sonntag etwa 200 Seemeilen vor der kanarischen Küste entdeckt wurde. 35 Immigranten befanden sich an Bord des Bootes, sie wurden vom Rettungsschiff der Küstenwache nach Gran Canaria gebracht. Am Abend erreichte noch eine weitere "patera" Gran Canaria, sie wurden etwa 6 Meilen vor der Küste aufgegriffen und von der Guardia Civil in den Hafen von Pasito Blanco geleitet.

1.3.06

In einer gefährlichen Rettungsaktion wurden gestern 40 afrikanische Flüchtlinge vor Maspalomas geborgen. Die "patera" der Immigranten drohte zu kippen, durch die unruhige See war es für das Rettungsboot schwer, an die Flüchtlinge heranzukommen. Das Bergungsschiff Salvamr lag im Hafen von Arguineguin fest, nur mit Hilfe von kleineren Schiffen und dem Einsatz des Rettungshelicopters konnten die Afrikaner in der Nacht schliesslich unverletzt an Land gebracht werden. Die Flüchtlinge waren seit Tagen unterwegs, dass sie die Überfahrt auf dem unruhigen Atlantik überlebt haben, grenzt an ein Wunder.

2.3.06

59 Immigranten wurden gestern Mittag vor der Küste von Maspalomas aus dem Meer gerettet. Die "patera" wurde lt. Angaben der Guardia Civil "zufällig" entdeckt, die Einsatzkräfte der Küstenwache waren eigentlich auf der Suche nach einem seit Samstag vermissten Boot. Das Flüchtlingsboot wurde ca. 18 Meilen südlich der Insel aufgegriffen, die Immigranten konnten unverletzt geborgen werden. Eine 2. "patera" mit vermutlich 12 Menschen an Bord wird seit Samstag vermisst, ein Fischerboot hat das Boot entdeckt und Hilfe gerufen, das Boot aber dann aus den Augen verloren. Von den Flüchtlingen fehlt weiterhin jede Spur.

6.3.06

5 "pateras" wurden am Samstag von den Behörden aufgegriffen, 2 davon wieder vor Gran Canaria. Noch in der Nacht hat die Guardia Civil ein Flüchtlingsboot vor Arguineguin beschlagnahmt und in den Hafen gebracht, an Bord befanden sich mehrere Minderjährige. Die 2. patera wurde am frühen Nachmittag etwa 13 Seemeilen vor Pasito Blanco entdeckt, alle 43 Flüchtlinge konnten ebenfalls unverletzt an Land gebracht werden.
Weniger Glück hatten die Insassen eines Flüchtlingsbootes auf El Hierro: dort wurde am Sonntag morgen eine "patera" entdeckt, die weit von ihrer geplanten Rute abgetrieben war, die 20 Menschen an Bord waren stark geschwächt, ein Mann sprang beim Eintreffen des Guardia Civil-Schiffes ins Meer und ertrank.
Die Flüchtlingsströme scheinen sich derzeit auf Gran Canaria und die westlichen Inseln zu konzentrieren, allein 483 Immigranten sind während der vergangenen Woche an der Südküste Gran Canarias angekommen.

8.3.06

Die Küstenwache ist seit heute morgen in Alarmbereitschaft. Lt. einer Information der marrokkanischen Behörden wird ein weiteres Flüchtlingsboot seit gestern abend vermisst, ca. 40 Immigranten dürften sich an Bord der "patera" befinden. In einer Grossaktion werden derzeit die Gewässer südlich der Kanaren abgesucht, bislang allerdings ohne Ergebnisse.Einem Bericht des Roten Kreuzes zufolge sind allein während der letzten Monate über 1.000 Immigranten bei dem Versuch die Kanaren zu erreichen, ums Leben gekommen. Es ist ein "russisches Roulett" bestätigte auch der Sicherheitsbeauftragte der Regierung, Jesus Segura. Ein Teil der "pateras" verschwindet auf immer im Atlantik, auch die Behörden schätzen die Zahl der Menschen, sie so ums Leben kommen, auf mehrere Tausend pro Jahr.

7.3.06

Gestern Montag sind vor der Küste der Westsahara 45 Immigranten ertrunken. Die Flüchtlinge waren mit ihren "pateras" gestartet um auf die Kanaren überzusetzen, das Boot wurde von einer Welle erfasst und ist gekentert. .

9.3.06

Die vor der Küste Mauretaniens vermissten "pateras" wurden gestern abend gefunden. 72 Menschen konnten von den Flüchtlingsbooten gerettet werden, sie werden derzeit vom Roten Kreuz in Marrokko betreut. Die Flüchtlingswellen der vergangenen Tage haben wieder für neue Diskussionen gesorgt. Die Betreuungszentren auf den Kanaren platzen aus allen Nähten, Hilforganisationen bringen immer neue, schreckliche Statistiken vor: So rechnet z.B. die Organisation "media luna roja" damit, dass derzeit zwischen 10.000 und 15.000 Menschen in Marrokko auf die 100 km-lange Überfahrt auf die Kanaren warten.In der EU hat man sich mittlerweile auf ein Sofortprogramm geeinigt, die Aktion "Sea Horse" soll so schnell wie möglich gestartet werden. Dieses Programm sieht "gemischte" Patrouillen entlang der spanischen und der marrokkanischen Küste vor, 2 Mio Euro wurden von der EU dafür bereitgestellt.

10.3.06

Auf Fuerteventura ist gestern wieder eine "patera" angekommen. 33 Immigranten befanden sich an Bord des kleinen Holzbootes, das Boot wurde 27 Meilen südlich vor Fuerteventura von einem Fischfrachter entdeckt und von der Guardia Civil in den Hafen gebracht.

14.03.06

Auch gestern Montag ist die Flüchtlingswelle nicht abgebrochen. 193 afrikanische Immigranten wurden im Meer vor den Inseln aufgegriffen, 5 "pateras" haben Teneriffa und Gran Canaria angesteuert. Die Flüchtlingslager auf den Inseln stehen mittlerweile vor dem völligen Kollaps, allein in den vergangenen 3 Monaten sind 2.754 Flüchtlinge auf den Kanaren angekommen, viele können wegen fehlender Papiere und ungeklärter Herkunft nicht wieder ausgewiesen werden. Die kanarische Regierung wird noch in dieser Woche mehrere Flüchtlinge aus Festland ausfliegen. Davon betroffen ist auch ein Teil der 84 Kinder und Jungendlichen, die eigentlich in einer Residenz in Tunte unterkommen sollten. Die Kinder wurden gestern vorübergehend in ein Landhotel in Guia gebracht, dort werden sie bis zum Sonntag bleiben, dann werden einige von ihnen die Weiterreise aufs Festland antreten, die anderen bleiben in Kinderheimen auf Gran Canaria und Teneriffa. Jose Manuel Soria, der Präsident der Inselregierung Gran Canarias, hat währendessen einen Antrag auf Überarbeitung des Flüchtlingsgesetzes gestellt. Nachdem derzeit gültigen Gesetz dürfen Minderjährige, die ohne Begleitung eines Elternteils auf die Inseln kommen, nicht aus dem Land ausgewiesen werden.

15.3.06

Die stärkste Flüchtlingswelle in der Geschichte erlebten die Kanaren gestern Dienstag: gleich 365 Immigranten kamen auf den Inseln Gran Canaria und Teneriffa an, an einem kleinen Strand vor Mogan hat die Guardia Civil zusätzlich eine bereits verlassene "patera" gefunden. Regierung und Hilfsorganisationen haben mittlerweile einen Krisenstab einerufen, ein erster "Teilerfolg" ist die Intervention des spanischen Verteidigungsminister, der nicht genutzte Militäreinrichtungen für die Unterbringung der Flüchtlinge zur Verfügung gestellt hat.

16.03.


24 Immigranten sind gestern bei dem Versuch von Afrika aus die Kanaren zu erreichen ums Leben gekommen. Die Leichen der Flüchtlinge wurden vom Spitalsschiff "Esperanza del Mar" ca. 70 Meilen vor der Küste Mauretaniens aus dem Meer geborgen.
123 Immigranten haben gestern die Inseln erreicht, 4 "pateras" wurden von der Küstenwache aufgegriffen, 2 auf Teneriffa, und 2 vor der Südküste Gran Canarias.
In Madrid hat die Regierung im Rahmen ihres Krisenstabes gestern abend eine erste definitive Entscheidung getroffen: ab sofort will Spanien der marrokanischen Regierung 4 Patrouillenschiffe zur Verfügung stellen. Die High-Tech-Schiffe der spanischen Küstenwache sollen vor Marroko und Mauretanien patrouillieren und damit den Flüchtlingsstrom unterbrechen. Die spanische Regierung reagiert damit auf die schleppenden Aktionen der Marrokaner, bereits im Jahr 2003 hat Marroko eine stärkere Überwachung der Küsten zugesagt, bisher aber nicht damit begonnen.Während in Madrid der Krisenstab weiter berät, wurden gestern mehrere Immigranten aufs Festland ausgeflogen, lt. Angaben der Behörden sollen die Asylanträge so schnell wie möglich bearbeitet werden, die meisten Immigranten werden bereits in den nächsten Wochen wieder in ihre Heimatländer abgeschoben. Grund für die "Eilverfahren" der Behörden ist hauptsächlich der Platzmangel in den Flüchtligsheimen, allein auf Gran Canaria werden mittlerweile alte Militäreinrichtungen zur Verfügung gestellt, in der Hauptstadt Las Palmas wurden mehrere Flüchtlinge im Hauptgebäude der Policia Nacional untergebracht. Die "Supercomisaría" beherbergt derzeit 218 Immigranten.

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Beiträge: 21.836

19.06.2006 13:45
#109 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

17.3.

Der Präsident der kanarischen Regierung hat die Europäische Union um dringende Hilfe im Flüchtlingsdrama gebeten. Während der letzten 6 Tage sind 1.094 Flüchtlinge auf den Inseln angekommen, seit 1. Januar sind es bereits 2.478. Allein gestern Donnerstag wurden 180 Immigranten vor den Inseln Gran Canaria und Teneriffa aufgegriffen. Der EU-Kommissar für Sicherheit hat rasche Hilfe zugesagt, die Europäische Union unterstützt die Pläne der spanischen Regierung, Patrouillenboote vor Marokko einzusetzen. Die Boote werden den Marokanern "zur Verfügung gestellt", sie sollen den Flüchtlingsstrom unterbrechen. Die Schiffe der Küstenwache sind mit modernster Radar- und Infrarottechnik ausgestattet, seit deren Einsatz hat fast kein Flüchtlingsboot mehr unbemerkt die Kanaren erreicht. Ein Einsatz vor der Küste Afrikas könnte den Flüchtlingsstrom stoppen.
In einer Krisensitzung haben währenddessen die Präsidenten der 7 "cabildos", der jeweiligen Inselregierungen, über eine mögliche "Bewältigung" des Flüchtlingsstroms beraten. Einig waren sich die Inselchefs, dass die Altersgrenze für "minderjährige Immigranten" auf 16 Jahre herabgesetzt werden sollte, d.h. Minderjährige Flüchtlinge ab 16 wieder in ihre Heimatländer abgeschoben werden dürfen. Bislang hat jeder Flüchtling bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres das Recht, in Spanien zu bleiben.

20.3.

Auch am Wochenende sind wieder mehrere "pateras" an den Küsten Teneriffas und Gran Canarias aufgegriffen worden. Die Behörden rechnen wegen des Regierungsbeschlusses, die Patrouillenboote der Guardia Civil vor Afrika einzusetzen, für die nächsten Tage mit einem weiteren "Flüchtlingsschwall".

21.3.

Die spanische Regierung wird in Mauretanien ein Flüchtlingsauffanglager einrichten. 2 Hercules-Militärflugzeuge sollen heute Zelte und medizinisches Material nach Mauretanien fliegen, gemeinsam mit den Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und roter Halbmond sollen in dem Lager bereits zu Beginn der nächsten Woche mehr als 200 Flüchtlinge aufgenommen werden. Diese "Hilfe vor Ort" ist nur einer der Versuche, die Flüchtlingswelle zu stoppen. Am Donnerstag werden die EU-Aussenminister über das Thema beraten, die österreichische EU-Präsidentschaft hat der spanischen Regierung bereits ihre Unterstützung zugesagt. Die Regierung in Madrid will bereits nächste Woche mit den Patrouillen vor der afrikansichen Küste beginnen.

In Las Palmas sind währenddessen 194 Immigranten aus der "Comisaría" in die ehemaligen Militärbehausungen auf der La Isleta gebracht worden. Die Flüchtlinge müssen sich dort auf einen längeren Aufenthalt einrichten, die Marrokanische Regierung weigert sich nämlich, jene Flüchtlinge, die aus dem Gebiet der Westsahara stammen, wieder aufzunehmen. So konnten bisher von den fast 2.000 Immigranten, die während der vergangen Woche die Inseln Gran Canaria und Teneriffa erreicht haben, nur 177 wieder ausgewiesen werden.

22.3.

Auf Teneriffa sind auch gestern wieder 121 illegale Immigranten per Boot aus Afrika angekommen. 3 Flüchtlingsboote wurden jeweils weit vor der Küste entdeckt und von der Guardia Civil in den Hafen von Los Cristianos gebracht. Unter den Flüchtlingen sind zahlreiche Minderjährige. Die Zahl der Immigranten, die mittlerweile täglich auf die Inseln übersetzen, wird immer grösser. Als Grund sehen die Behörden die neuen "pateras", grösser und stabiler als die alten und mit Fiberglas beschichtet. In ihnen finden zwischen 40 und 50 Personen Platz..

23.3.

Einen Rückschlag gegen die Flüchtlingsmafia erleidet währenddessen die spanische Justiz: gestern mussten 4 marrokanische Schlepper auf freien Fuss gesetzt werden. Der Grund: sie wurden von der Guardia Civil in internationalen Gewässern - in dem Fall etwa 125 Meilen vor El Hierro - aufgegriffen. Spanien hat demnach kein Recht, die 4 Männer unter Anklage zu stellen. Die 4 Marrokkaner sollen bereits heute wieder in ihr Heimatland zurückkehren.

24. März 2006

Die Innenminister der "G6" der Europäischen Union haben gestern bei einem Treffen u.a. das Thema "illegale Immigration" diskutiert. Die Minister der Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Polen und Spanien haben sich auf den Aufbau eines polizeilichen Unterstützungsteams geeinigt, das in den betroffenen afrikanischen Ländern operieren soll. Das Team soll aktiv gegen die organisierte Kriminalität von Menschenhandel und Schleusertum vorgehen, der Hauptsitz dieser Organisation wird auf den Kanarischen Inseln sein, erklärte der spanische Innenminister Jose Antonio Alonso nach dem Treffen im deutschen Kurort Heiligendamm.

Im Süden Gran Canarias wurde gestern abend die Suche nach einem vemissten Flüchtlingsboot eingestellt. Ein Fischfrachter hat gegen Mittag eine "patera" etwa 130 Seemeilen vor Gran Canaria entdeckt. Eine anschliessende, große Suchaktion blieb ohne Erfolg. Die Behörden rechnen damit, dass das Boot mit 35 - 45 Immigranten besetzt sein könnte.

Trotz der intensiven Verhandlungen ist derzeit auch kein Ende der Flüchtlingswellen in Sicht: denn der Einsatz der Patrouillenboote vor der afrikanischen Küste wird sich voraussichtlich um 3 Monate verschieben. Das gab der spanische Innenminister Jose Antonio Alonso gestern bekannt. Als Grund für die Verzögerungen wurden "organisatorische Gründe" genannt.

27.3.

Spanien hat am Wochenende offiziell mit der Rückführung von Immigranten nach Mauretanien begonnen. In den Verhandlungen während der letzten Woche haben die beiden Regierungen diese Massnahmen vereinbart, 65 Immigranten aus dem Senegal und aus Mali wurden am Samstag nachmittag von Fuerteventura aus nach Nuadibu in Mauretanien ausgeflogen. Weitere Rückführungen sind bereits in den nächsten Tagen geplant.

3.4.

Einige Seemeilen vor der Küste Mauretaniens sind gestern Sonntag 32 Flüchtlinge ertrunken. Ein Schiff mit 57 Afrikanern an Bord war gekentert, 25 konnten von der Gendarmerie gerettet werden. Es wird vermutet, dass das Schiff bereits seit 17 Tagen auf offenem Meer unterwegs war. Lt. ersten Angaben der Behörden war das GPS-Gerät der Immigranten ausgefallen, seitdem trieben sie hilflos im Atlantik. Die 25 Überlebenden wurden in ein Krankenhaus in Mauretanien gebracht, sie werden von internationalen Hilfsorganisationen betreut.

Währenddessen patrouilliert das spanische Militär weiter vor den Kanaren. Grund dafür ist eine Ankündigung der Polizei des Senegals, dass ein Flüchtlingsschiff mit über 600 Immigranten an Bord Kurs auf die Kanaren ansteuert. Der Fischfrachter soll vom Militär aufgehalten werden um einen Eintritt in kanarische Gewässer zu verhindern. Bisher fehlt von dem Schiff allerdings jede Spur.

4.4.

Vor Teneriffa wurden gestern 44 illegale Immigranten aufgegriffen, die "patera" wurde einige Meilen südlich von Teneriffa entdeckt. Die Flüchtlinge dürften bereits mehrere Tage auf offener See unterwegs gewesen sein, einige von ihnen mussten medizinisch betreut werden.

Die "Abschreckungsaktion" des Militärs gegenüber einem der grössten Flüchtlingsschiffe überhaupt scheint hingegen gewirkt zu haben. Der Fischfrachter, der lt. Angaben der afrikanischen Behörden mit etwa 600 Immigranten an Bord in Richtung der Kanaren unterwegs war, hat seinen Kurs geändert. - erst in Richtung Mauretanien, und vermutlich wegen der dortigen Militärpräsenz schliesslich wieder zurück in Richtung Senegal.
Das spanische Militär hatte sich am vergangen Samstag nach Bekanntwerden des Flüchtlingsschiffes entlang der Grenze zu Afrika positioniert um einen Eintritt des Schiffes in spanische Gewässer zu verhindern.

06. 04. 2006

164 illegale Immigranten sind gestern im laufe des Tages auf den Kanaren angekommen. Die Guardia Civil hat 2 "pateras" vor der Küste Fuerteventuras, eine vor Teneriffa, und eine weitere vor Mogan im Süden Gran Canarias aufgegriffen. Unter den Flüchtlingen befinden sich mehrere Minderjährige und eine hochschwangere Frau.

11.4.06

65 Immigranten sind gestern vor Teneriffa aufgegriffen worden. In den Morgenstunden hat die Guardia Civil-Küstenwache das Flüchtlingsboot vor "Los Abrigos" im Süden Teneriffas entdeckt. Die Immigranten stammen aus Mali, Guinea Bissau, Gambia, Togo und Somalia

12.4.

"Die Immigranten werden zu wenig über das Asylrecht und die Möglichkeit, Asyl zu beantragen, informiert" das kritisiert der Europaabgeordnete der Grünen Willy Meyer in einem ersten Zwischenbericht gegenüber der Presse.
Eine Delegation der Europaparlamentarier der Grünen ist seit Montag auf den Kanaren, um sich einen Überblick über die Flüchtlingssituation zu schaffen. Die Delegation hat verschiedene Flüchtlingslager auf den Inseln besucht, gestern zum Abschluss der Reise, trafen die Damen und Herren mit dem Präsidenten der kanarischen Regierung, Adan Martin, zusammen. Der Abschlussbericht der Delegation wird für kommenden Dienstag oder Mittwoch erwartet.

13.04.2006

Auf Teneriffa wurden gestern Abend 60 illegale Immigranten aufgegriffen. Ein Patrouillenboot der Küstenwache hat die "patera" ca. 5 Seemeilen vor der Küste von Los Abrigos entdeckt und an Land gebracht. Die 60 Immigranten stammen aus Mali, Gambia und Somalia.
Und auch auf Lanzarote ist gestern eine "patera" angekommen. 16 Flüchtlinge - alle aus Mauretanien - befanden sich an Bord des kleinen Holzbootes. Die "patera" erreichte gegen Mittag einen kleinen Strand im Norden der Insel.

27.4.

Am Strand von Maspalomas ist gestern Mittag eine "patera" mit mindestens 10 Immigranten angekommen. Das Holzboot wurde von Strandbesuchern gegen 11 Uhr morgens an der "punta de Maspalomas, der Dünenspitze gesichtet, die Immigranten konnten flüchten. In einer großen Suchaktion hat die Polizei die Dünen durchkämmt, von den Insassen fehlte allerdings bereits jede Spur. Die "patera" ein simples Holzboot, wurde sichergestellt.

29.4.

Ein Schiff mit 62 illegalen Immigranten ist am Sonntag auf der Nachbarinsel Teneriffa angekommen. Ein Kontrollboot der Guardia Civil hat das Schiff auf dem Radar entdeckt, das Boot wurde in den Hafen von Los Cristianos geschleppt. Die Flüchtlinge mussten teilweise ärztlich versorgt werden, an Bord befand sich auch ein marokkanischer Schlepper.

8.5.

Gestern nachmittag ist ein Flüchtlingsboot mit mehr als 60 Immigranten auf Gran Canaria angekommen. Ein Ausflugsschiff hatte die "patera" eine Meile vor Mogan entdeckt und die Küstenwache verständigt. Die Immigranten wurden in den Hafen von Arguineguin gebracht.
Insgesamt sind am Wochenende 320 Flüchtlinge auf den Inseln angekommen, allein am Samstag sind im Süden Teneriffas 259 Immigranten in 3 grossen Flüchtlingsbooten, so genannten "cayucos" angekommen.

11.5.

Ein Frachtschiff hat gestern mittag ein Flüchtlingsboot etwa 90 Seemeilen vor Gran Canaria entdeckt. Das "cayuco" mit 56 Flüchtlingen an Bord wurde in die Küstengewässer gelotst und erreichte am Abend Arguineguin. Die meisten der Immigranten stammen aus Senegal.

12.5.

107 Immigranten sind gestern im Laufe des Tages auf der Nachbarinsel Teneriffa angekommen. Die beiden "cayucos", wie die größeren Flüchtlingsboote genannt werden, wurden von der Küstenwache vor der Küste von Los Abrigos aufgegriffen und in den Hafen von Los Cristianos gebracht.
Damit sind in den ersten Monaten des Jahres 2006 bereits mehr Immigranten auf den Kanaren angekommen, als während des gesamten Vorjahres. Seit gestern ist die Zahl der Flüchtlinge auf 5.200 gestiegen, 1.739 davon sind auf Gran Canaria angekommen. Die meisten "pateras" in diesem Jahr wurden auf Teneriffa registriert, stark zurückgegangen ist der Flüchtlingsstrom auf Fuerteventura und auf Lanzarote.

16.5.

Die spanische Regierung hat gestern eine sofortige verstärkte Überwachung der Gewässer zwischen Afrika und den Kanaren beschlossen. Die Vize-Präsidentin der Regierung, Maria Teresa Fernandez de la Vega hat in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba und Sozialminister Jesus Caldera, ein Programm vorgestellt, wonach einige Länder der EU ihre diplomatischen Beziehungen zu den Ländern Westafrikas nutzen wollen, um ein Ende der Flüchtlingswelle zu erreichen. Innerhalb der letzten 4 Tage haben mehr als 1.000 Flüchtlinge die Inseln auf dem Seeweg erreicht und die Welle scheint nicht abzureißen.

15.5.

Über 500 Immigranten sind an diesem Wochenende an den Küsten der Kanaren angekommen, die meisten davon auf den Inseln Teneriffa und La Gomera. Gleich 11 Flüchtlingsboote haben seit Freitag die Inseln erreicht, die derzeit ruhige See zwischen Afrika und den Kanaren scheint den Flüchtlingsstrom zu begünstigen. Unter den Flüchtlingen befinden sich zahlreiche Frauen und Minderjährige. Die Organisationen Rotes Kreuz und Ärzte ohne Grenzen haben seit Samstag eine Zeltstadt in Los Cristianos aufgebaut, um die Flüchtlinge zu behandeln.

18. Mai

Mit der großen Flüchtlingswelle der letzten Tage sind auch wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche auf die Inseln gekommen, im Gegensatz zu den erwachsenen Flüchtlingen dürfen sie laut Gesetz nicht abgeschoben werden. Sie werden in mehreren Zentren für minderjährige Immigranten auf Teneriffa und Gran Canaria untergebracht, da der Platz langsam sehr eng wird, will die kanarische Regierung jetzt eine Zusage von Madrid, dass die Flüchtlinge am Festland untergebracht werden können.

19. Mai

Die große Flüchtlingswelle reißt nicht ab. Gestern haben über 500 Flüchtlinge in 8 so genannte "cayucos" die Kanaren erreicht. 4 Boote wurden auf Teneriffa, 2 auf La Gomera und je 1 auf El Hierro und Gran Canaria aufgegriffen. Unter den Immigranten aus westafrikanischen Ländern befinden sich mehrere Frauen und Kinder.

22. Mai

König Juan Carlos I. hat sich jetzt zum Flüchtlingsproblem zu Wort gemeldet. Nach dem Rekordansturm am Freitag, bei dem über 600 Menschen an nur einem Tag angekommen sind, hat der König den spanischen Ministerpräsidenten und den Präsidenten der kanarischen Regierung, Adán Martin zu sich zitiert. Juan Carlos I. hat die beiden aufgefordert, aktiv Maßnahmen gegen die Flüchtlingsflut zu ergreifen; er selbst, der König, will seine Kontakte zum marokkanischen König und anderen afrikanischen Staatsoberhäuptern nutzen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

24.5.

Und auch gestern sind wieder mehrere Flüchtlingsboote angekommen. Nach 3 Tagen Pause wurde gestern früh das erste "cayuco" mit 78 Immigranten im Süden Teneriffas entdeckt, im Laufe des Tages folgten 2 weitere auf den Inseln El Hierro und La Gomera.

25. Mai

110 Immigranten kamen gestern Mittag auf La Gomera an, und zwar alle in nur einem Flüchtlingsboot. Das große "cayuco" wurde von der Küstenwache etwas außerhalb der Küste entdeckt, die Flüchtlinge, unter ihnen befinden sich mehrere Minderjährige, wurden von Mitarbeitern des Roten Kreuzes und der Organisation Ärzte ohne Grenzen in Empfang genommen und versorgt.

29. Mai

4 Flüchtlingsboote mit mehr als 200 Immigranten an Bord sind allein letzten Sonntag auf der Nachbarinsel Teneriffa angekommen.
Besorgt über die Entwicklung zeigen sich mittlerweile nicht nur Politiker sondern auch die Tourismusverantwortlichen. Der Tourismusminister der kanarischen Regierung erklärte gestern in einem Zeitungsinterview, die Aufmerksamkeit der Medien in Mittel- und Nordeuropa werfe ein schlechtes Licht auf die Kanaren. Auch der Vorsitzende des Hoteliersverbandes FEHT drängt die Regierung auf eine rasche Lösung des Problems im Hinblick auf den Tourismus der Inseln.

31. Mai

Die Kanaren verzeichneten an diesem Wochenende einen neuen Flüchtlingsrekord. Fast 800 Immigranten sind allein am Montag auf den Inseln angekommen, 11 Flüchtlingsboote wurden an den Küsten der Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, La Gomera, El Hierro und Teneriffa aufgegriffen. Auf Gran Canaria ist erstmals ein "cayuco" in Las Palmas angekommen, das Boot mit 85 Immigranten an Bord erreichte gestern kurz vor 9 Uhr den Puerto de la Luz.

1.juni

Die spanische Regierung hat sich gestern mit dem Senegal auf die Auslieferung von fast 700 Immigranten geeinigt, das erklärte der Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten Bernardino León gestern nachmittag nach einem Gespräch mit dem senegalesischen Präsidenten Abdulayé Wade. Lt. Angaben der Regierung ist die Identität der über 800 in den vergangenen Tagen auf den Kanaren angekommenen Flüchtlingen noch nicht restlos geklärt, es könnten eventuell noch rund 100 mehr Immigranten in den Senegal zurückgebracht werden.
Währenddessen sind auch gestern wieder 172 Immigranten auf den Inseln angekommen. Ein Flüchtlingsboot wurde von der spanischen Marine etwa 100 km südlich von Gran Canaria aufgegriffen und in die Nähe der Küste gebracht, die 13 Insassen des Bootes wurden von der Guardia Civil übernommen und in den Hafen von Arguineguin gebracht. 2 weitere "cayucos" vor den Inseln Teneriffa und La Gomera entdeckt.

7.Juni

Nach 4 Tagen Pause ist gestern wieder ein Flüchtlingsboot auf den Kanaren angekommen. Das "cayuco" wurde von der Küstenwache etwa 100 Meilen südlich von Gran Canaria entdeckt, etwa 70 Immigranten befanden sich an Bord. Die Flüchtlinge wurden von der Guardia Civil in den Hafen von Arguineguin gebracht.

15.juni

Ein "cayuco" mit 78 Immigranten ist gestern an der Südostküste Gran Canarias aufgegriffen worden. Die 78 Flüchtlinge kommen hauptsächlich aus Mauretanien, sie wurden von der Guardia Civil in den Hafen von Arinaga gebracht und dort medizinisch betreut.

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19.06.2006 18:16
#110 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

19.06.06

Insgesamt 13 Staaten werden sich an der Küstensicherung der Kanaren beteiligen und so gegen die illegale Immigration vorgehen. Das gab der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Wochenende bekannt. Die Aktion FRONTEX soll Ende Juni beginnen, die Mannschaften der 13 EU-Staaten werden im Süden und Osten der Kanaren stationiert. Währenddessen sind auch am Wochenende wieder mehrere Immigranten auf den Kanaren angekommen. Allein gestern wurden 72 Flüchtlinge vor Gran Canaria aufgegriffen, auch am Wochenende waren es fast 100 Afrikaner, die mit kleinen Booten die Inseln erreichten.

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26.06.2006 18:45
#111 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

26.06.2006

Nach fast einer Woche Pause sind am Wochenende wieder zahlreiche afrikanische Flüchtlinge auf den Kanaren angekommen. Auf Fuerteventura wurde gestern eine "patera" aufgegriffen, die seit 2 Tagen als vermisst galt. An Bord befanden sich 39 Immigranten, darunter mehrere Frauen und 2 Babys, die Flüchtlinge wurden in den Hafen von Morro Jable gebracht und medizinisch betreut. Auch auf Gran Canaria und Teneriffa sind mehrere "pateras" mit insgesamt 187 Immigranten an Bord angekommen.

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29.06.2006 11:06
#112 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

3 Tote und 13 Vermisste ist die Bilanz eines neuerlichen Flüchtlingsdramas, das gestern vor der marokkanischen Küste passiert ist. Ein Flüchtlingsboot mit 17 Insassen ist vor der Südküste Marokkos gekentert, bislang konnten die Rettungskräfte nur einen Überlebenden bergen, 13 Menschen gelten als vermisst, 3 konnten nur mehr tot aus dem Meer gezogen werden. Die "patera" war auf dem Weg von der südmarokkanischen Stadt Tan Tan nach Canarias.

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30.06.2006 12:55
#113 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Eine Mini-Patera wurde gestern früh vor der Insel Gran Canaria aufgegriffen. Das nur 5 m lange Holzboot war mit 10 Immigranten an Bord von Marokko aus auf die Kanaren unterwegs, die Flüchtlinge wurden stark geschwächt in den Hafen von Arguineguin gebracht und dort medizinisch betreut.

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04.07.2006 12:31
#114 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Vor der Küste Marokkos sind gestern 18 Immigranten, bei dem Versuch auf die Kanaren zu gelangen, ums Leben gekommen. Die Leichen der 18 Flüchtlinge wurden von der Gendarmerie geborgen, 7 Immigranten überlebten den Unfall. Lt. ihren Berichten befanden sich insgesamt 37 Flüchtlinge an Bord der "patera".
Und auch bei dem Versuch, die Grenze von Marokko nach Mellila zu überqueren wurde einem afrikanischen Flüchtling zum Verhängnis. Der Mann war beim Überqueren des Grenzzaunes aus etwa 6 m in die Tiefe gestürzt, ein zweiter Flüchtling wurde ebenfalls schwer verletzt.

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05.07.2006 12:21
#115 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Vor Fuerteventura wurden in der Nacht zum Dienstag wieder 36 Immigranten in einer "patera" gerettet. Die Flüchtlinge waren in einen Sturm geraten, die Guardia Civil war konnte die Afrikaner mit Rettungsbooten unverletzt an die Küste bringen. Währenddessen geht die Diskussion um den Verbleib der Flüchtlinge weiter. Seit Anfang dieses Jahres sind lt. Angaben des Innenministeriums mehr als 8.000 Immigranten von den Kanaren aufs spanische Festland gebracht worden, die meisten von ihnen werden dort mit dem nächsten Flugzeug wieder in ihre Heimatländer zurückgeschickt.

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07.07.2006 13:19
#116 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Die Operation Frontex, eine Initiative der EU gegen die illegale Immigration, wird voraussichtlich doch erst Ende des Monats ihre Arbeit aufnehmen. Grund für die Verzögerung ist ein Einlenken der Regierung Senegals. Senegal wehrt sich gegen die Rückführungen von Immigranten aus Spanien und hat um neuerliche Verhandlungen gebeten.

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10.07.2006 12:51
#117 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Das Krankenhausschiff "Esperanza del Mar" hat in der Nacht zum vergangenen Freitag 112 Immigranten in einer spektakulären Rettungsaktion aus dem Meer geborgen, gestern Sonntag ist die Esperenza del Mar im Hafen von Las Palmas eingetroffen, die Immigranten wurden vom Schiff in die Krankenhäuser der Hauptstadt verlegt. Die Flüchtlinge wollten mit ihrem Boot von Marokko aus auf die Kanaren gelangen, wegen eines Motorschadens wurden sie aber auf das offene Meer abgetrieben und erst nach Tagen etwa 300 Meilen südlich vor Gran Canaria aufgegriffen und gerettet.

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12.07.2006 12:22
#118 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Im Rahmen des Europa-Afrika-Gipfels in Rabat hat Spanien den afrikanischen Ländern Zuschüsse in der Höhe von etwa 30 Mio. Euro zugesichert. Die Gelder sollen in Form von Investitionsförderungen und Mikrokrediten vergeben werden, rund 10 Mio. wären sofort verfügbar. Bedingung für die Fördermittel ist eine intensivere Zusammenarbeit der afrikanischen Behörden, um den illegalen Flüchtlingsstrom einzuschränken.

Nächste Woche soll die geplante EU-Aktion gegen den Flüchtlingsstrom von Afrika nach Spanien beginnen, das verkündigte der zuständige EU-Kommissar Franco Frattini am Rande des Europa-Afrika-Gipfels. Einsatzkräfte aus 13 europäischen Ländern werden entlang der Ostküste Afrikas - von Senegal und Kap Verde bis nach Marokko - patrouillieren und so den Flüchtlingsstrom unterbrechen.

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12.07.2006 12:23
#119 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Jose Luis Rodriguez Zapatero, der spanische Ministerpräsident wird heute Mittwoch auf den Kanaren erwartet. Zapatero will sich - wie bereits vor einigen Wochen angekündigt - ein Bild von der momentanen Flüchtlingssituation machen. Der Ministerpräsident wird am Vormittag auf Teneriffa erwartet, wo er mit dem Präsidenten der kanarischen Regierung Adán Martin zusammentrifft. Gemeinsam werden die beiden verschiedene Auffanglager auf Teneriffa und Fuerteventura besuchen. Zapatero wird am Abend von Fuerteventura aus zurück nach Madrid reisen.

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13.07.2006 12:38
#120 RE: Zusammenfassung Flüchtlingswelle Kanaren Antworten

Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero zeigte sich gestern zufrieden mit dem Zustand der Flüchtlingslager auf den Kanaren. Zapatero besuchte mehrere Auffanglager auf den Inseln Teneriffa und Fuerteventura, die Betreuung der Flüchtlinge bezeichnete er in einer Pressekonferenz als "beispielhaft". Gestern Abend hat Zapatero seinen Besuch auf den Kanaren wieder offiziell beendet, das nächste Mal wird er Anfang August auf die Inseln kommen - zum Urlaub.

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